Smart Home: Irgendwas geht immer kaputt - Philips Hue Edition

Irgendwie war gestern wieder so ein Tag… Ausnahmsweise mal keine Verpflichtungen und dank schwerer körperlicher Arbeit am Vortag auch keine Muße, irgendwas produktives zu machen. Warum nicht also ein paar Stunden Zerstreuung vor der XBox finden? Doch natürlich wollte diese nicht. Und da nichts half, musste ich alles auf Werkseinstellungen zurücksetzen und dann natürlich auch alles neu installieren. Also viele Stunden warten für nichts!

Diese Zeit hätte ich aber eigentlich auch produktiv nutzen können. Denn: Scheinbar funktionierten auf einmal ein paar Lampen im Haushalt nicht mehr über die intelligenten Lichtschalter. Meiner Frau war das schon vorher aufgefallen, aber sie wollte warten, ob sich das nicht von alleine wieder löst, wie so manches Phänomen im Smart Home. Spoiler: Ja, es sollte sich später auch alles wieder lösen. Aber für mich war es Anlass genug, dass ich doch mal Dinge aufräume.

Das Symptom: Die Deckenleuchten im Arbeits- und Schlafzimmer ließen sich nicht mehr über die Wandschalter bedienen. Ein Blick in Home Assistant zeigte: Alle Leuchten, die über Philips Hue angebunden sind, waren nicht erreichbar. Die Hue App sagte das gleiche. Doch dort konnte ich zumindest noch die Deckenleuchten bedienen. Alle Leuchten, die ich direkt an den Zigbee-Dongle angelernt hatte, machten keinerlei Probleme.

Das erinnerte mich an mein prokrastiniertes Vorhaben: Aufräumen im Smart Home. Denn an der Hue Bridge, die quasi mein Einstieg in das Thema Smart Home war, hängen immer noch die Deckenleuchten aus Schlaf- und Arbeitszimmer, Lampen und Schalter aus dem Treppenhaus, sowie drei Funksteckdosen. Und die Hue Bridge war eben gerade der Ausfallpunkt.

Die Umstellung der Lampen von der Hue Bridge auf den Zigbee-Dongle war sicherlich die kleinste Aufgabe. Und nachdem auch alle Schalter, Szenen und Automationen manuell auf die neuen IDs der Leuchten umgestellt wurden, blieb mir noch noch eine Herausforderung: Der Lichtwecker!

Hue bietet das Feature als „Natürliches Aufwachen“ in der App an. Das ist ziemlich cool, wenn die Deckenlampe im Schlafzimmer eine halbe Stunde vor dem Wecker immer heller wird, und langsam die Lichtfarbe ändert. Wir haben das schon ein paar Jahre im Einsatz und man wacht wirklich etwas entspannter auf, wenn der eigentliche Wecker klingelt. Und natürlich wollten wir auf diesen Komfort auch nach der technischen Umstellung nicht verzichten. Doch von Haus aus ist Home Assistant da leider etwas binär. Auslöser Uhrzeit, Aktion: Licht an. Das ist schon was grob. Doch es gib das Script Ashley’s Light Fader, das genau diese Art der Lichtkurve erlaubt.

Zum Test habe ich meine Schreibtischlampe als Entität für das Skript ausgewählt und eine fiktive Uhrzeit genommen, damit ich beobachten kann, ob und wie das ganze funktioniert. Die Einrichtung nach der Anleitung in der Home Assistant Community war schnell und unkompliziert. Die Parameter in der Aktion habe ich eigentlich fast alle auf den Standardwerten. Ich habe lediglich die Abbruchbedingung bei manuellem Ein- oder Ausschalten und den Wechsel der Farbtemperatur erstmal dekativiert, weil dies bei Ikea Tradfri-Birnen wohl irgendwie zum Abbruch des Skripts führt. Für den ersten Eindruck scheint es genau das zu machen, was wir wollen. Mal schauen, wie es sich die Tage im Live-Betrieb schlägt.

Aktuell habe ich erstmal die beiden wichtigen Leuchten aus Schlaf- und Arbeitszimmer umgestellt. Ausstehend ist noch das Treppenhaus, was mit vier Leuchten und zwei Schaltern zeitaufwändiger wird. Und die drei Steckdosen folgen auch noch. Wenn die Migration dann abgeschlossen ist, kann ich die Hue Bridge auch endlich mal abbauen und bin einen Schritt weiter in der Harmonisierung des Smart Homes.