Allez Hop 2026
Gestern waren wir auf dem Allez Hop Bierfestival in Aachen. Derweil ich letztes Jahr leider verhindert war, war ich 2024 bereit auf dieser netten Veranstaltung, die seinerzeit am schönen Platz der Demokratie stattfand. Dieses Jahr wurde der Verantstaltungsort auf den Aachener Markt gezogen, der ein ebenfalls nettes Ambiente mit dem Karlsbrunnen und dem historischen Rathaus bietet. In diesem Jahr konnte auch meine Frau mal mit und wir haben uns schon im Vorfeld auf die vielen kleinen Brauereien gefreut.
Das Prinzip ist relativ simpel: Man kauft sich ein Tasting-Glas für 10 Euro. Und mit diesem Glas geht man dann zu den einzelnen Ständen und kann sich durch die breite Palette an feilgebotenen Hopfengetränken durchprobieren. Neben dem Glas sind im „Eintrittspreis“ auch noch ein Sticker und ein Flaschenöffner enthalten. Dazu ein kleines Programmheft mit Vorstellung der teilnehmenden Brauereien und einem Bleistift für Notizen zu den getesteten Bieren. Und natürlich ein Jeton, das man der jeweiligen Lieblingsbrauerei zukommen lassen kann, damit der Publikumsliebling am Ende des Festivals ermittelt werden kann.
Dieses Jahr waren „nur“ 16 Brauereien vertreten. Fronk fehlte dieses Jahr leider, aber auch so hatte man mehr Auswahl denn physikalischer Kapazitäten. So haben wir uns auf Singhbräu, Hefezüchter und Straßenbräu als Hersteller konzentriert. Maschinenbräu und den Veranstalter Bahkauv Brew kennt man eh schon zu Genüge. Totenhopfen kannte ich bereits von meinem letzten Besuch, und die Designersorten, die dieses Jahr angeboten wurden, sprachen uns irgendwie nicht an. Prinzipiell war ich persönlich auch etwas den ganzen IPAs überdrüssig und habe eher auf Porter und Stouts geschaut. Aber auch Wit-Biere standen als Einstieg auf dem Programm. Derweil ich am Ende meinen Narren am Cocoa Stout von Straßenbräu gefressen habe, war ich auch vom Red Rye Ale von Hefezüchter sehr angetan, und die Frau hat sich in das Pumpkin-Spiced von Hefezüchter verliebt. Am Ende bekamen letztgenannte auch unsere Jetons zur Favoriten-Wahl und wir sind gespannt, was die Brauerei in Zusammenarbeit mit Fronk in Zukunft noch bringt.
Abgerundet wurde das Rahmenprogramm durch einen Stand für Kässpätzle und einem für Pirogi. Ein Toilettenhäusschen zur Entsorgung des verarbeiteten Biers stand genau so zur Verfügung, wie eine kleine Bühne, wo gestern ein DJ einen wilden Ritt von den 60ern bis heute hingelegt hat, und vor sich eine gute Traube ausgelassen tanzender Menschen versammelte.
Man darf aber auch nicht unerwähnt lassen, dass es im Endeffekt eine Boutique-Veranstaltung war. Die Preise waren zuweilen schon heftig, wenn man für 0,3l mal eben acht Euro zahlen durfte. Alles verständlich ob der Herstellungskosten und natürlich sicherlich auch der Standmieten an diesem exklusiven Austragungsort. Am Ende ist es aber kein günstiges Freizeitvergnügen. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.