CD-Collection Revisited KW35
Aktuell digitalisiere ich ja meine alte CD-Sammlung.. Da kann ich auch direkt mal wieder in das ein oder andere Album reinhören, was irgendwie in Vergessenheit geraten ist. Warum nicht also auch ein paar Notizen dazu hier hinterlassen?
Der Einstieg ist etwas größer, denn ich hatte eigentlich schon vorige Woche mit dem Rippen angefangen und schon 145 CDs digitalisiert. Natürlich habe ich nicht alle diese Alben auch in der zwischenzeit gehört. Die Reihenfolge ist auch eher chaotisch aus meiner Erinnerung und nicht in irgend einer Chronologie.
Amok: Lullabies Of Silence (Grindcore, Progressive)
Eine Band und ein Album, das ich wirklich fast wieder vergessen hatte. Anstrengende und wahnwitzige Musik. Für Fans von Cephalic Carnage, wenn man es noch etwas abgedrehter mag. Sollte definitiv noch ein paar mal laufen, aber ich mags. ⭐⭐⭐⭐
Sonne Adam: Transformation (Doom Death Metal)
Zum Release war Band und Album ziemlich angesagt in der Szene. Für Fans von Necros Christos. Die Death Metal Elemente gefallen mir ziemlich gut, aber die Doom-Passagen sind dann wohl Stimmungssache bei mir. ⭐⭐⭐
World Downfall: Last Step Before The Fall (Grindcore)
Eher ein Honorable Mention, denn die Scheibe hatte ich kürzlich erst im Navidrome wiederentdeckt. Wirklich sehr guter Grindcore, vielleicht was zeitgenössisch und mit gutem Einschlag aus dem Punk. Dennoch ein top Ding! ⭐⭐⭐⭐
Bodyfarm: Bodyfarm (Death Metal)
Die CD war bei mir sogar noch eingeschweißt und ich war überrascht, für welchen Kurs das Ding auf Discogs zuweilen gehandelt wird. Musikalisch zwar grundsolide, aber nicht wirklich meins. Für Fans von Humiliation sicherlich spannende. Sollte ich wohl wieder von der Platte löschen… ⭐
Severe Torture: Feasting On Blood (Brutal Death Metal)
Ach, ein Klassiker. Und ich bin überrascht, wie sehr ich dieses Album noch in- und auswendig kenne. ⭐⭐⭐⭐
Strange Facts In The Scalpel Case: Unearthed (Death Metal)
Ich hatte die Band schon wieder komplett vergessen - und wie kauzig dieses Album ist. Es ist oldschool Death Metal, es hat sicherlich auch etwas diesen Autopsy-Vibe, aber es ist auch irgendwie schrullig und eigensinning. Hier muss ich wohl sicherlich noch ein paar Durchläufe gönnen… ⭐⭐⭐
The Few Agains Many: SOT (Symphonic Death Metal)
Puh, so generisch und vorhersehbar. Handwerklich sicherlich solide gemacht, aber man weiß immer direkt, wie nun das nächste Solo oder Riff aufgebaut ist. Sorry, dann doch lieber Fleshgod Apocalypse. Darf sicherlich auch wieder gelöscht werden. ⭐
Cirit Gorgor: Firestorm Apocalypse (Melodic Black Metal)
Eigentlich wollte ich die Scheibe gar nicht erst rippen, sondern direkt weggeben. Zum Glück hatte ich nochmal reingehört - und behalte die CD nun auch. Gut gemachter, melodischer Black Metal. ⭐⭐⭐
Dom Dracul: Attack On The Crucified (Black Metal / Black’n Roll)
Sicherlich kein Meisterwerk, aber irgendwie sympathischer Rotz’n Roll für Abende bei billigem Bourbon. ⭐⭐
Head Control System: Murder Nature (Alternative / Nu Metal)
20 Jahre später bekomme ich auch mal mit, dass dies ein Nebending von Arcturnus war. Und sicherlich seinerzeit ein wenig anachronistisch. Wäre diese Scheibe 5-7 Jahre früher erschienen, hätte Head Control System doch etwas mehr Aufmerksamkeit in der Nu Metal Szene erhalten. Obschon „Murder Nature“ schon irgendwie sperrig ist. Aber alleine der Opener ist schon ziemlich gut. ⭐⭐⭐⭐
Buzzov•en: Violence From the Vault (Sludge)
Ach herrje. Ich kenne sicherlich einige Leute, die genau diesen dreckigen Lärm abfeiern würden. Ich jedoch nicht. Darf auch wieder von der Festplatte, danke! ⭐
Centvrion: Invulnerable (Heavy Metal)
Ich muss gestehen, ich habe die CD nur gerippt, weil ich die Band mit der niederländischen Death Metal Band Centurian verwechselt habe. Die italienischen Centvrion sind hingegen gar grauenvoller Heavy Metal, alleine der Gesang rollt meine Zehennägel auf. Fott damit! ⭐
Demon Incarnate: Demon Incarnate / Key Of Solomon (Occult Rock)
Ganz nett gemachter The Devil’s Blood Worship. Groovy, netter Frauengesang, alles bewusst Altbacken. Kann man gelegentlich schon mal hören. ⭐⭐⭐
Eroded: Necropath (Death Metal)
Das Album war für mich eine kleine Überraschung. Damals ist diese Veröffentlichung in der Schwemme an Oldschool Death Metal irgendwie untergegangen. Heute freue ich mich über den krassen Incantation und Deteriorot-Vibe. Schön unbequemer Death Metal. ⭐⭐⭐⭐
With Passion: What We See When We Shut Our Eyes (Deathcore)
Ich glaube, With Passion waren etwas zu früh. In Zeiten von Lorna Shore hätte die Band mit ihrem technisch Anspruchsvollem Deathcore (damals noch Death Metal / Metalcore) durchaus ihre Fans gefunden. Ist ganz nett, auch wenn das Album auf die Spieldauer nicht konstant das Niveau hält. ⭐⭐
Guerrilla: Kickstart Revolution (Thrash Metal)
Die Kumpels aus Kölle. Sicherlich kein Weltklasse Big-Four-Thrash, aber durchaus auch heute noch gute Unterhaltung. ⭐⭐⭐
Usurpress: Ordained (Crust / Death Metal)
Ich hatte komplett vergessen, wie unorthodox Usurpress sind. In einer sehr eigenwilligen Schnittmenge aus Crust, Death Metal und Doom kann man die Band gar nicht wirklich verorten. Aber genau das macht sie authentisch und spannend. Darf sicherlich noch ein paar mal laufen. ⭐⭐⭐⭐
Cock and Ball Torture: Egoleech (Porngrind)
Ich finde ja, der Begriff Porngrind wird Cock And Ball Torture nicht gerecht. Klar, Bandname und auch restliche Bild- und Sprachästhetik deuten in diese Richtung. Musikalisch ist es aber weit von den gängigen Drumcomputer- oder Polka-Kapellen entfernt. „Egoleech“ ist einfach ein unglaublich drückendes und brutales Album. Musikalisch ganz große Liebe, auch - und trotz - dem fiesem Harmonizer. ⭐⭐⭐⭐