Rope Sect - The Underground Paradise
Eigentlich mochte ich Rope Sect schon vom ersten Kontakt. Die Band zeigte ihr erstes Lebenszeichen, als im Untergrund eh gerade eine kleine Post-Punk Welle umherging, überraschte aber mit einem Release auf Iron Bonehead, das eigentlich eher für etwas ruppigeren Death Metal bekannt ist. Aber „The Underground Paradise“ hat mich dann gänzlich verlieben lassen.
Neben typischer Post-Punk Harmonieführung besticht der Song mit Death Rock Direktheit, einer wahrlich betörender Stimme und Gesangsmelodie und einem unglaublich griffigen Refrain. Man bekommt mich ja mit so cool platzierten Phrasen wie
The King Of The Night Is Wielding A Scythe
(Mit geschickter Pause, ich liebe gut platzierte Pausen und Synkopen in der Musik)
oder auch einem schlichten:
We’re right about everything.
Kleinigkeiten, die bei mir aber echt zünden.
Dazu erschaffen Rope Sect im zweiten Refrain ganz dezente Abweichungen und Variationen in der Instrumentalisierung vom ersten Refrain, die die Atmosphäre etwas verzerren, entrücken und damit unbequem wirken lassen. Nur um dann wieder alles in diesem betörenden Refrain aufzulösen. Krachige Becken vom Schlagzeug und eine wundervolle Melodie, die mir grauenvolle Dinge erzählt. Ich liebe es, und ich bin mir sicher, Tom Waits würde es auch lieben.