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    <title>Blog | cgx13.de</title>
    <link>https://cgx13.de/posts/</link>
    <description>Ein Ort für die kleinen &amp;lt;a href=&amp;#34;/why/&amp;#34;&amp;gt;Dinge&amp;lt;/a&amp;gt;.</description>
    <language>de</language>
    <managingEditor>cgx13.de</managingEditor>
    <lastBuildDate>Sat, 04 Apr 2026 18:00:06 &#43;0200</lastBuildDate>
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      <title>Time to Move</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/04/time-to-move/</link>
      <pubDate>Thu, 02 Apr 2026 07:30:17 &#43;0200</pubDate>
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      <description>Bye bye Subdomain! Willkommen cgx13.de!</description>
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        &lt;p&gt;Ich kenne ja kaum jemanden, der dieses Album nicht besitzt oder mal besessen hat. Liegt vielleicht auch daran, das die meisten Leute in meinem Umfeld eher alternativ sind, und die H-BlockX damals natürlich genau in den Zeitgeist gefallen sind. Allerdings muss ich auch ehrlich gestehen, dass dieses Debüt gealtert ist, wie so ein Molkereiprodukt. Dann doch lieber die Klassiker der Beasty Boys&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber eigentlich geht es ja um was anderes: Meine kleine Enklave in diesem Internet zieht um!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Da ich Mitte letzten Jahres noch gar nicht so richtig wusste, ob und wie ich wieder eine Webseite haben wollte, habe ich schlicht eine doofe Domain registriert, und auf der Subdomain &lt;code&gt;blog.cgx13.de&lt;/code&gt; einfach mal durchgezogen. War nett, hat schon Spaß gemacht. Allerdings merkte ich auch schnell, dass ich gar nicht mehr so die Zeit habe, um öfter längere Texte zu schreiben&amp;hellip; Aber wie das mit so einer &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/posts/2026/03/blog-digitale-modelleisenbahn/&#34;&gt;digitalen Modelleisenbahn&lt;/a&gt; nun mal so ist, spielt und bastelt man dann doch herum. Ich nutzte dafür halt erstmal eine andere Subdomain. Mittlerweile habe ich aber das Gefühl, dass dort alles etwas stimmiger und lebendiger ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Darum: &lt;code&gt;blog.cgx13.de&lt;/code&gt; ist ein Gewesener. Lang lebe das schlichte &lt;a href=&#34;https://cgx13.de&#34;&gt;cgx13.de&lt;/a&gt;!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Endeffekt bleibt es dort ähnlich:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&#34;https://cgx13.de/posts/&#34;&gt;&lt;code&gt;/posts&lt;/code&gt;&lt;/a&gt; behält weiterhin die (meisten) Blogbeiträge, die auch hier zu finden waren.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Der RSS-Feed wandert jedoch von &lt;code&gt;/index.xml&lt;/code&gt; zu &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/posts/index.xml%60&#34;&gt;&lt;code&gt;/posts/index.xml&lt;/code&gt;&lt;/a&gt;, weil durch den Mikroblog wohl sonst zu viel Rauschen im Reader wäre. Alternativ gibt es aber auch die &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/feed/&#34;&gt;&lt;code&gt;/feed&lt;/code&gt;&lt;/a&gt;-Slashpage, wo man auch mehr zum Abonnieren finden kann.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Für bestehende Verlinkungen zu diesem Blog, habe ich natürlich &lt;code&gt;301&lt;/code&gt;-Redirects eingerichtet; alles sollte also weiterhin funktionieren.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten ist &lt;a href=&#34;https://cgx13.de&#34;&gt;cgx13&lt;/a&gt; halt etwas mehr, als es &lt;code&gt;blog.cgx13.de&lt;/code&gt; war. Mehr Mikroblog, mehr eigenes Archiv aus alten Blogs und Webzines, (wieder) mehr Slashpages, mehr Lametta. Viel Spaß und man riecht sich!&lt;/p&gt;

        
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    </item>
    
    <item>
      <title>Aus dem Archiv: Interviews und Reviews 2005-2018</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/04/aus-dem-archiv-interviews-und-reviews-2005-2018/</link>
      <pubDate>Wed, 01 Apr 2026 00:00:00 &#43;0000</pubDate>
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      <description>Ich schreibe ja schon sehr lange diesem Internet. Es war mal Zeit, diese Korrespondenzen aus der Mottenkiste zu holen. Zumindest Teile davon.</description>
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        &lt;p&gt;Ich schreibe ja schon sehr lange mit diesem Internet. Und da ich, nach ein paar Jahren Beziehungspause, nun doch wieder eine eigene Seite in diesem Internet habe, dachte ich mir, ich könnte ja auch wieder ein paar Dinge aus der Mottenkiste hervorzaubern. Natürlich waren Beiträge aus den persönlichen Blogs naheliegend. So als Zeitkapsel-Ding, hatte ich das auch vorher, Dinge von Wordpress in den darauf folgenden Hugo-Blog übernommen. Und nun eben aus &lt;code&gt;alter-krempel.zip&lt;/code&gt; in &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/status/2026/03/a084516b-55a8-45c1-892e-caaac58bb776/&#34;&gt;diesen Blog&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ich habe ja nicht nur privaten Nonsens in dieses Internet getippt, sondern war auch mal jung und hip und hatte zwei eigene Musik-Magazine: &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/projects/necroslaughter_de/&#34;&gt;NecroSlaughter.de&lt;/a&gt; (2003-2018) und &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/projects/thenocturnalsilence_de/&#34;&gt;TheNocturnalSilence.de&lt;/a&gt; (2016-2018). Da dachte ich mir, ich kann durchaus auch ausgewählte Interviews, Reviews und Essays abstauben und in eine neue &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/articles/&#34;&gt;digitale Vitrine&lt;/a&gt; stellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Neben den offensichtlichen Aspekten der Selbstdarstellung und Konservierung meines kleinen Schaffens, hatte diese digitale Archäologie aber auch noch andere erfreuliche Aspekte. Irgendwie war es wie das Stöbern durch die Plattensammlung. Man holt ewig nicht mehr gesehenes Vinyl aus dem Regal, wundert sich über die Staubschicht auf der Hülle, erfreut sich an dem Cover, bekommt Erinnerungen, teilweise nostalgisch verklärte Reminiszenzen. Man lächelt und legt die Platte einfach auf den Teller. Nun beginnt das Gefühlslotto, bekommt man verträumte Bestätigung der Nostalgie? Wird man abermals emotional abgeholt, gar überwältigt? Oder stellt man fest: Ach herrje, das ist ja alles gealtert wie Milch!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;So fand während meiner Aufbereitung manch vergessenes Album oder gar Band wieder einen Platz in meiner Playlist. Einiges darf dort auch gerne weiter bleiben. Manch anderes wurde einfach belächelt und unter diesem Zeitgeist abgehakt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber auch auf anderer Ebene finde ich dieses Fast-Forward meiner eigenen musikalischen Geschichte spannend. In diesem komprimierten Schnelldurchlauf sehe ich eine Weiterentwicklung meines Musikgeschmacks über die Jahre, Relfektionen des jeweils angesagten Trends, und auch den ein oder anderen Weitblick, der eben über damalige Scheuklappen schon ein wenig hinaus ging. Doch auch stilistisch sehe ich - zum Glück! - deutliche Entwicklungen. Wo meine ersten Interviews mit gerade mal Anfang 20 doch noch etwas hemdsärmlig waren, in den folgenden Jahren vielleicht auch sprachlich zu eng in der Szene gefangen, waren meine letzten Gespräche mit Musikern doch ein wenig erwachsener.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den 15 Jahren Musikjournalismus kam ich auf 113 Interviews und 1300 Reviews - diese 13 scheint bei mir ein Ding! Dabei ist natürlich auch eine ganze Menge Mist dabei. Sowohl bei den besprochenen Veröffentlichungen selber, aber auch stilistisch in meinen Texten. Ich denke, das meiste darf sicherlich im Pappkarton im Keller weiter Staub ansammeln. Doch an den ausgewählten 33 Gesprächen und Texten erfreue ich mich zumindest im Moment ein wenig&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ach, was ich fast schon wieder vergessen habe! Einige meiner Interviews wurden auch in anderen Musikmagazinen abgedruckt. Natürlich gab es da die gedruckte Version von The Nocturnal Silence, die Thor vom Mørkeskye Magazin anfertigte, weil er meine Gespräche mit Ultha und noch viel mehr mit Beltez mochte. Aber auch im Campaign For Musical Destruction oder Necromaniac waren Texte von mir zu finden. Damals war ich da schon ziemlich stolz drauf. Musste mich damit aber nicht sonderlich profilieren. Heute muss ich wohl mal zur nächsten gammeligen Kiste in den Keller gehen und nachschauen, wo mein Senf überall zu finden war und das hier entsprechend an das Editorial ranschreiben&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&#34;https://cgx13.de/articles/&#34;&gt;Zu den ausgewählten Artikeln meiner Magazine&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

        
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    </item>
    
    <item>
      <title>Die persönliche Homepage als digitale Modelleisenbahn</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/03/blog-digitale-modelleisenbahn/</link>
      <pubDate>Sat, 28 Mar 2026 00:00:00 &#43;0000</pubDate>
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      <description>Eine persönliche Homepage ist ja auch nichts anderes als eine digitale Modelleisenbahn...</description>
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        &lt;p&gt;Modelleisenbahnen sind ja so eine Sache. Gemeinläufig wird dieses Hobby als nicht sonderlich cool angesehen. Und dennoch fasziniert es die Leute scheinbar genug, alsdass Institutionen wie das Miniatur Wunderland regen Besucherstrom haben, oder der lokale Händler dieser Devotionalien auch immer interessierte Leute am Schaufenster hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Prinzipiell muss ich gestehen: Ich kann mit Modelleisenbahnen wenig anfangen. Und dennoch habe ich sowas wie das &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/status/2026/03/01km09c63k9gpp6w7wvdan1tcj/&#34;&gt;digitale Äquivalent zu einer Modelleisenbahn&lt;/a&gt;: Meine persönliche Homepage.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In den Grundsätzen unterscheiden sich beide Hobbys nicht sonderlich voneinander. Man betreibt diesen Zeitvertreib primär für sich selber, hat mehr Vergnügen an dem Selbstzweck der Eisenbahn denn dass es ein Mittel zum Zweck ist, kann sich super mit Gleichgesinnten über das Thema austauschen und wird von außenstehenden dafür belächelt&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beispiele gefällig?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eisenbahner:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Ich habe nun von Spurweite H0 auf Z gewechselt.&amp;rdquo;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Blogger:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&amp;ldquo;Ich habe nun von Wordpress zu Pure Blog gewechselt.&amp;rdquo;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;(Zugegeben, ich musste mir von GPT für den Modelleisenbahnvergleich helfen lassen, da ich von dem Thema absolut keine Ahnung habe. Aber Du verstehst meinen Punkt.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun sind Modelleisenbahnen eigentlich zwecklos (bewusst als Abgrenzung zu &amp;ldquo;sinnlos&amp;rdquo; formuliert); eine Modelleisenbahn ist ein Selbstzweck. Man beschäftigt sich mit dem Aufbau einer individuellen Landschaft im eigenen Keller, liest sich in die Technik ein, sucht im Internet nach Bauteilen oder ist kreativ und bastelt sich selber seine Landschaften. Und für viele Blogs trifft auch genau diese Beschreibung zu: Es ist ein &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/status/2026/03/01kkkadg761ej3x5ky909wt9v0/&#34;&gt;Selbstzweck&lt;/a&gt;!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie viele Blogs sind primär mit Texten gefüllt, die der Blog installiert, eingerichtet oder konfiguriert wurde? &amp;ldquo;Blogbasteleien&amp;rdquo;, &amp;ldquo;Migration von Wordpress zu Hugo&amp;rdquo;, &amp;ldquo;Neues Plugin für Kommentare/Fediverse für Bear Blog getestet&amp;rdquo; oder &amp;ldquo;Eigenes Theme für Ghost&amp;rdquo; , Hund, Katze, Maus. Oder wenn man sich von der Technik etwas entfernt: Blogposts über &amp;ldquo;Blogstöckchen&amp;rdquo;, &amp;ldquo;Blogparaden&amp;rdquo;, &amp;ldquo;Bloggerwochen&amp;rdquo;, Bloggen über das Bloggen. Man nutzt das Werkzeug Blog nicht wirklich, um damit eine Botschaft zu vermitteln, sondern wie den alten VW Bulli, der als Wochenendprojekt zum Schrauben in der Halle eines Bekannten steht und wohl niemals für den geplanten Kroatienurlaub fertig sein wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bitte nicht falsch verstehen! Es ist vollkommen in Ordnung, dass man so ein Hobby primär für sich selber betreibt. Ein paar Leute haben das durchaus auch erkannt, benennen das &amp;ldquo;A/N&amp;rdquo; (oder &amp;ldquo;E/N&amp;rdquo;) Prinzip explizit in ihren /about-Seiten: Diese Webseite bedeutet für &lt;em&gt;mich&lt;/em&gt; &lt;strong&gt;alles&lt;/strong&gt;, für jeden Außenstehenden jedoch &lt;strong&gt;nichts&lt;/strong&gt;. Ich glaube, diese Attitüde ist in dem Hobby auch eine gesunde Grundeinstellung. Es nimmt Druck, man muss nicht permanent irgendwelchen Inhalt produzieren. Man schreibt für keinen externen Leser, sondern primär für sich selber. Und ironischerweise ist es diese Authentizität und Ungezwungenheit, die man mit Vergnügen liest und mitverfolgt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und es ist auch nichts verwerfliches daran, dass man einen Blog als Selbstzweck betreibt. Alleine diese Seite ist ein wunderbares Beispiel für den selbstbefruchtenden Spieltrieb! Das Hosting im Homelab geklöppelt, den Hauptfeed aus dem Fediverse mit Python gehobelt, freie Zeit genutzt für Pinselstriche an Tags, Meta-Daten, CSS und HTML. Der Inhalt? Für die meisten wohl langweilig, uninteressant, belanglos. Im Endeffekt: Nichts! Für mich? Vielleicht alles. Weil es eben eine Zerstreuung vom Alltag ist. Weil es auch eine Zeitkapsel ist, die ich später erst wirklich zu schätzen weiß. Vielleicht, weil es eine digitale Identität ist, die abseits von Social Media Profilen funktioniert und derer ich der eigene Herr bin. Doch bis diese Seite einen Zweck erfüllt, darf sie auch gerne weiterhin Selbstzweck sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin mir dessen aber auch bewusst, dass es eben ein Hobby für mich und nur für mich alleine ist. Mit Gleichgesinnten kann man darüber sicherlich gut quatschen und philosophieren. Auf der nächsten Party werde ich auf die Frage nach meinen Hobbys wohl eher nicht mit &amp;ldquo;Blogging&amp;rdquo; antworten. Vielleicht bleibe ich einfach bei &amp;ldquo;Hundertfüßer, Sport und Gartenarbeit&amp;rdquo;. Da wird man sicherlich auch noch für belächelt. Aber nicht so sehr, wie für die Modelleisenbahn im Keller&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kleiner Exkurs&lt;/strong&gt;: Dieses Selbstzweck-Ding ist ja auch kein Nischenphänomen von Bloggern. Auf Twitter (heute wohl X) oder Mastodon gerät das ja auch auf eine Meta-Ebene. Twittern über Twitterer, Tweets und die eigene kleine Community. Oder tröten über Mastodon und dass das Fediverse ja viel mehr ist. Oder dass man gleich Haue bekommt, weil man einen Hashtag zu viel und eine CW und Bildbeschreibung zu wenig benutzt hat. Das ist aber alles ein anderes Thema&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und beim nächsten Mal erkläre ich, warum Vinyl- und Tape-Sammler im Prinzip auch nur eine Hipster-Variante des belächelten Briefmarkensammlers sind. Folgt mir für mehr Kochrezepte auf Onlyfans!&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Home Assistant: Irgendwas geht immer kaputt</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/03/home-assistant-irgendwas-geht-immer-kaputt/</link>
      <pubDate>Sat, 28 Mar 2026 00:00:00 &#43;0000</pubDate>
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      <description>Von jetzt auf gleich: Ein Lichtschalter funktioniert nicht mehr. Oder zumindest nur noch halb. Was ist da los?</description>
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        &lt;p&gt;Auf einmal wollte unser Lichtschalter im Schlafzimmer nicht mehr. Ohne für mich erkennbaren Grund. Das Ding tat seit Jahren seinen Dienst, ein Firmware-Upgrade oder Software-Update gab es in jüngster Vergangenheit auch nicht. Was ist da los?&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;das-setup&#34;&gt;Das Setup&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In unserem Schlafzimmer hängt eine Ikea Tradfri E27. Diese wird über die Philips Hue Bridge verwaltet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Geschaltet wird die Lampe einmal über das Philips Hue Wall Switch Modul, was im Lichtschalter verbaut wurde, und über zwei Philips Hue Dimmer Switch, die ich mit einer Oberfräse in unsere Nachttischkonsolen eingebettet habe, und die auch die Beleuchtung am Bett selber steuern. All diese Schalter werden über Zigbee2mqtt an Home Assistant verwaltet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In Home Assistant habe ich eine Automatisierung, die auf Aktionen von Wall Switch oder den Dimmer Switches lauscht.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;das-problem&#34;&gt;Das Problem&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Am &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/status/2026/03/01kmmkbc3vbe11rmrmbs7p48ct/&#34;&gt;Donnerstag&lt;/a&gt; erzählte mir die Frau, dass Sie das Deckenlicht im Schlafzimmer nicht mehr über den Wandschalter steuern könne. Das Problem würde bereits seit Montag bestehen. Für sie war aber alles noch in Ordnung, weil sie ja über die Home Assistant App das Licht steuern könne.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei genauerer Betrachtung fiel mir dann auf: Man konnte das Licht noch über den Wandschalter ausschalten, jedoch nicht einschalten. Gleiches Bild zeigte sich über die Dimmer am Nachttisch.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;die-lösung&#34;&gt;Die Lösung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;In der Übersucht der Automatisierung in Home Assistant konnte ich schnell sehen, dass die Signale richtig in der Automatisierung ankommen: Schalter gedrückt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim Ausführen der eigentlichen Aktion &amp;ldquo;Leuchte: Einschalten&amp;rdquo; gab es dann einen Fehler: Unbekannter Wert für &lt;code&gt;data: kelvi&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und da war schon die Ursache gefunden: Wo normalerweise im &lt;code&gt;data&lt;/code&gt;-Attribut der Aktion ein Objekt mit unterschiedlichen Parametern für Helligkeit und Lichtfarbe sein sollte, fehlte scheinbar nun etwas.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als Lösung habe ich die Aktion einfach gelöscht und neu erstellt.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;der-grund&#34;&gt;Der Grund&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Aktuell kann ich mir nicht wirklich erklären, warum die Automatisierung auf einmal kaputt war. Die zeitliche Einordnung gibt mir jedoch Vermutungen: Sonntags läuft ein Offsite-Backup von meinem Heimserver, das den Home Assistant Docker Container runterfährt, eine Kopie der Arbeitsverzeichnisse zu S3 schiebt und dann den Container wieder startet. In diesem Prozess könnte es irgendwie zu einem Informationsverlust in der Yaml-Definition der Automatisierung gekommen sein. Doch bestätigen kann ich diese Vermutung leider nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch am Ende läuft wieder alles. Bis zum nächsten unerklärlichen Defekt in Home Assistant!&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Vibecoding in Action</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/03/vibecoding-in-action/</link>
      <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 08:53:12 &#43;0200</pubDate>
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      <description>Erwartungshaltung und Realität bei Agentic AI Vibecoding</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;Für einen Kunden habe ich eine Bespoke Facade vor eine Commercial Of The Shelf Anwendung erstellt. Dabei unterliegt die Kommunikation nach hintenrum klar den API-Vorgaben und dem Datenmodell der Backend-Anwendung. Für die Frontend API will der Kunde, dass wir auf offene TMF Standards setzen. Das alleine bietet sicherlich schon einige Herausforderungen. Doch um diese geht es an dieser Stelle gar nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der API-Experte meines Kunden hat Änderungswünsche an unserem Design. Wir bekommen von ihm einen Mängelkatalog und unterhalten uns schriftlich per Mail und in ein paar Calls über die Themen. Er erbittet eine aktualisierte API Definition und fragt nach einem Liefertermin. Auf meine Antwort &amp;ldquo;bis Ende der Woche&amp;rdquo; lacht er und meint, man könne ja einfach seine Mails und die bestehenden Swagger-Definitionen an GPT geben und mit etwas hin und her prompten, hätte man die neuen APIs in einer halben Stunde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mal davon abgesehen, dass er uns ja durchaus auch einen Gegenvorschlag über dieses Vorgehen hätte erstellen und zukommen lassen können, entgegne ich, dass es ja nicht nur um eine Swagger File geht, sondern das Dev-Team auch die Änderungen und Hintergründe verstehen müssten. Dieses Argument wurde eingesehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wie immer in Enterprise Projekten, drängen nun aber die API Consumer, dass sie am liebsten gestern die API-Definition und Beispiele bräuchten, weil sonst das Projekt blockiert sei - und der Sündenbock sind dann natürlich wir, der Hersteller.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also doch: Eine &lt;code&gt;Claude.md&lt;/code&gt; mit den Wünschen des Kunden, Hintergrundinformationen zur Backend-Anwendung und einigen fachlichen Rahmenbedinungen erstellt. Am Ende habe ich für den Prompt ca. 1,5 Stunden gebraucht. Anschließend musste Claude dann auch nochmal eine viertel Stunde arbeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und am Ende bleibt die Frage, ob das ganze nicht doch schneller gegangen wäre, hätte ich die Swagger-Files doch von Hand geändert&amp;hellip; Doch es hat den Vorteil, dass ich nochmal strukturiert die bisherigen Erkenntnisse niederschreiben musste und Informationen aus Mails und Telefonaten konsolidiert habe. So entstand erstmal ein konzeptionelles Dokument, was auch Grundlage für Entwicklung, Dokumentation und Pflichtenheft werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin unentschlossen, ob der eigentliche Mehrwert nun wirklich in der Abarbeitung durch AI liegt, oder vielmehr darin, dass man im Vorfeld gezwungen ist, einen guten Arbeitsauftrag zu formulieren.&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Weishaupt Wärmepumpe in Home Assistant</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/03/weishaupt-waermepumpe-in-home-assistant/</link>
      <pubDate>Thu, 05 Mar 2026 08:42:21 &#43;0100</pubDate>
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      <description>Nachdem unsere Wärmepumpe in Betrieb genommen wurde, wollte ich diese natürlich auch in Home Assistant einbinden</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;Nachdem wir im Spätsommer letzten Jahres unsere &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/posts/2026/01/solarpunk-mit-rct-power-manager-und-home-assistant/&#34;&gt;PV-Anlage&lt;/a&gt; und Wärmepumpe bestellt hatten, wurde gestern endlich die neue Heizung eingebaut. Ob der aktuellen weltpolitischen Situation und drohenden Gaskrise hätte es keinen besseren Zeitpunkt geben können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich müssen wir nun erstmal Erfahrungen mit der neuen Art des Heizens sammeln und die Anlage kennenlernen. Mir persönlich hilft beim Verständnis eigentlich immer, wenn ich Metriken und Diagramme habe. Darum war die erste Aktion nach der Inbetriebnahme auch die Integration in Home Assistant. Aber der Reihe nach.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;die-komponenten&#34;&gt;Die Komponenten&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Für die Technik-Nerds eine Auflistung unserer Bausteine:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Weishaupt Splitblock WSB 18&lt;/strong&gt; mit 13,3 KW Heizleistung&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Weishaupt Warmwasserspeicher&lt;/strong&gt; mit 300 l&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Weishaupt Pufferspeicher&lt;/strong&gt; mit 120 l&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Da die Heizkörper in unserem Second Hand Haus gerade etwas mehr als 10 Jahre alt sind, haben wir vorerst keinen Austausch gemacht; alle Ventile passen für den hydraulischen Abgleich.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;steuerung-mit-portal-und-app&#34;&gt;Steuerung mit Portal und App&lt;/h2&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Für uns war der Einstieg in Portal und Apps etwas holprig. Die Erstellung eines Benutzerkontos ging noch ohne Probleme, aber als ich dann die Anlage registrieren wollte, lief ich in ein geplantes Wartungsfenster, das erstmal bis 19h lief und mir den Weg blockierte&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Natürlich kann man die Wärmepumpe old school direkt an der Anlage steuern. Wir haben uns erstmal gegen ein Raumthermostat entschieden und stattdessen nutzen wir App und Portal von Weishaupt. Natürlich kostet der Zugang zu dem Dienst. Allerdings haben wir erstmal einen Gutschein über 5 Jahre zum Einbau der Wärmepumpe bekommen, und ich verstehe auch, dass der Betrieb von solcher Infrastruktur Geld kostet. Und da ist es mir lieber ein paar Euro im Monat zu zahlen, alsdass auf einmal die Server einfach abgeschaltet werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das &lt;a href=&#34;https://www.wemportal.de&#34;&gt;Online Portal&lt;/a&gt; ist ziemlich altbacken und sperrig. Es erinnert mich an typisches datengetriebenes UI-Design aus den späten 90ern/frühen 2000ern. Aber es ist funktional und da ich an den Einstellungen nur selten was ändern muss, kann ich mit der Oberfläche relativ gut leben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Prinzipiell sehe ich eigentlich nur Handlungsbedarf für&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Party-Modus&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Urlaubs-Modus&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;eventuell Umstellung von &amp;ldquo;normal&amp;rdquo; auf &amp;ldquo;komfort&amp;rdquo; (also Erhöhung der gewünschten Raumtemperatur) bei Bedarf&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Boost der Warmwasseraufbereitung, wenn man doch mal außerhalb der regulären Zeiten duschen will&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Natürlich geht die Steuerung nicht nur über das Online WEM Portal, sondern auch über Smartphone Apps. Aber genau wie bei &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/posts/2026/01/13/solarpunk-mit-rct-power-manager-und-home-assistant/&#34;&gt;RCT&lt;/a&gt; scheint auch Weishaupt nicht ganz klar die einzelnen Anwendungszwecke abzugrenzen. So findet sich im Google Play Store die &lt;em&gt;Weishaupt Heizungssteuerung&lt;/em&gt;, die uns auch der Installateur nannte. Doch habe ich in dieser Anwendung nicht mal den Login geschafft.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Vielmehr muss man den &lt;a href=&#34;https://play.google.com/store/apps/details?id=de.weishaupt.wemapp&#34;&gt;&lt;em&gt;Weishaupt Energie Manager&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; installieren und kann sich dort mit den Zugangsdaten aus dem WEM Portal anmelden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die App ist ein wenig aufgeräumter als das Portal, wirkt aber auch wie aus der Frühzeit der Android Anwendungen. Aber auch hier: Die wichtigsten Aktionspunkte sind prominent in einem Karussell zugänglich und der Bedarf an Einstellungen ist eher sporadisch denn regelmäßig.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;integration-in-home-assistant&#34;&gt;Integration in Home Assistant&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Da Home Assistant eh unsere zentrale Steuereinheit für Smart Home Komponenten ist, und bereits Wechselrichter und Batteriespeicher dort eingebunden sind, bietet sich auch eine Integration der Wärmepumpe dort an.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zur Einbindung musste ich &lt;a href=&#34;https://github.com/OStrama/weishaupt_modbus&#34;&gt;&lt;em&gt;Weishaupt WBB&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; aus &lt;a href=&#34;https://hacs.xyz/&#34;&gt;HACS&lt;/a&gt; installieren. Es gibt noch &lt;em&gt;Weishaupt WEM Portal&lt;/em&gt;, das per remoting auf das offizielle WEM portal zugreift, allerdings finde ich direkte Integration deutlich besser.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem die Erweiterung installiert war, konnte ich über &lt;em&gt;Einstellungen&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Geräte &amp;amp; Dienste&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Integration hinzufügen&lt;/em&gt; einfach &lt;em&gt;Weishaupt WBB&lt;/em&gt; auswählen und dem Einrichtungsassistenten folgen.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die IP Adresse, die die Wärmepumpe per DHCP von meiner Fritz!Box bekommen hat, habe ich am Gerät von &amp;ldquo;automatisch&amp;rdquo; zu &amp;ldquo;manuell&amp;rdquo; umgestellt und im Router einen statischen lease konfiguriert, damit die Wärmepumpe immer die gleiche IP bekommt.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Bisher habe ich mit den nun verfügbaren Entitäten noch nicht viel gemacht. Mutmaßlich lassen sich aber auf den ersten Blick alle Einstellungen vornehmen, die ich auch über das WEM Portal tätigen kann. Vielleicht wird die offizielle App und das Portal dadurch bereits obsolet und Home Assistant wird auch für die Heizungssteuerung unsere Steuerzentrale.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dadurch, dass ich nun aber auch im Home Assistant Zugriff auf den Außentemperatursensor der Heizung habe, konnte ich mir schon mal Schimmelsensoren für die Räume einrichten, die ich bereits mit Sonoff Thermometer und Hygrometer ausgestattet habe. In der Wohnetage ist das vielleicht nicht so kritisch, da wir eh jeden morgen Stoßlüften. In den Kellerräumen wird das Thema aber schon wesentlich interessanter.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;ergänzung-aufnahme-der-wärmepumpe-ins-energie-dashboard&#34;&gt;Ergänzung: Aufnahme der Wärmepumpe ins Energie-Dashboard&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Home Assistant hat leider keinen dedizierten Punkt, um eine Wärmepumpe im Energie-Dashboard aufzunehmen. Darum muss die Wärmepumpe als &lt;em&gt;Einzelgerät&lt;/em&gt; hinzugefügt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Als &lt;em&gt;Energie des Geräteverbrauchs&lt;/em&gt; habe ich die Entität &lt;em&gt;WH Statistik&lt;/em&gt; / &lt;em&gt;Elektr. Energie heute&lt;/em&gt; ausgewählt und einen Anzeigenamen vergeben. Die anderen Felder habe ich leer gelassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und schon habe ich neue Kacheln zu &lt;em&gt;Detailverbrauch Einzelgeräte&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Energiefluss&lt;/em&gt; im Dashboard, was mir schön aufschlüsselt, welche Energie in aus welcher Quelle in die Wärmepumpe oder den restlichen Haushalt fließt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;der-erste-eindruck&#34;&gt;Der erste Eindruck&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wir wussten bereits im Vorfeld, dass eine Wärmepumpe für uns eine Lernkurve darstellt. Zuvor hatten wir eine wirklich sehr schmale Gastherme, die so gerade unser Haus beheizt hat und als Durchlauferhitzer für Warmwasser auch schon mal an die Grenzen kam. Da ist die Geschwindigkeit und vor allen Dingen die Temperatur des Warmwassers erstmal ein positiver erster Eindruck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem wir zum Einbau für drei Tage keine Heizung hatten, war unsere Wohnetage erstmal etwas ausgekühlt. Zwar hatten wir sonniges Wetter mit konstant 16° C Außentemperatur und schon einige Dämmungen vorgenommen, dennoch waren wir bei ca. 18° C in den Räumen angelangt. Nachdem die Wärmepumpe in Betrieb genommen wurde und sich langsam erstmal hochgefahren hat, blieb die Wohnung erstmal &amp;ldquo;kalt&amp;rdquo;. Die Apps zeigten an: &amp;ldquo;EVU Drosselung&amp;rdquo;. Okay, wieder was neues zu lernen. Aber um 22h wurde die Drosselung aufgehoben und die Temperaturen stiegen langsam an.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;ausblick&#34;&gt;Ausblick&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Langsam geht der Frühling los und bis zum nächsten Winter werden wir die Wärmepumpe noch nicht vollständig ausnutzen oder kennenlernen. Natürlich kommen noch ein paar kalte Tage bis dahin, aber sicherlich keine extremen Temperaturen. Dennoch können wir nun schon mal die Metriken beobachten und das Raumklima fühlen, um die neue Heizung besser kennenzulernen. Gerade das Zusammenspiel zwischen PV, Batteriespeicher und der Wärmepumpe wird sicherlich noch ein spannendes Erkundungsfeld.&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Obsidian CLI</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/02/obsidian-cli/</link>
      <pubDate>Sat, 28 Feb 2026 19:01:53 &#43;0100</pubDate>
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      <description>Gestern hat Obsidian das neue Feature Obsidian CLI angekündigt. Nach dem ersten Einlesen ist das Feature leider eine Farce.</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;Gestern las ich unterwegs den &lt;a href=&#34;https://mas.to/@obsidian/116143472366860615&#34;&gt;Toot von Obsidian&lt;/a&gt;:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Obsidian 1.12 is now available to everyone!&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Obsidian CLI&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Die &lt;a href=&#34;https://obsidian.md/changelog/&#34;&gt;Release-Notes&lt;/a&gt; versprechen:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;This release introduces the Obsidian CLI, a command line interface that lets you control Obsidian from your terminal for scripting, automation, and integration with external tools.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Doch heute hatte ich mal etwas mehr Zeit, um in die &lt;a href=&#34;https://help.obsidian.md/cli&#34;&gt;Dokumentation von Obsidian CLI&lt;/a&gt; reinzulesen. Leider steht da ganz dick im &amp;ldquo;Get started&amp;rdquo;:&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Obsidian app must be running&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Obsidian CLI requires the Obsidian app to be running. If Obsidian is not running, the first command you run launches Obsidian.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Das heißt also, ich kann Obsidian &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; auf meinem Headless Homeserver nutzen. Doch was steht da noch?&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Looking to sync without the desktop app? See Obsidian Headless.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Aber auch Obsidian Headless erweist sich schnell als nutzlos für mich. Obsidian Headless ist lediglich ein CLI Client für den kommerziellen Service Obsidian Sync.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schade, aber so ist das eigentlich coole neue Feature für meinen Use-Case gänzlich unbrauchbar - und die Enttäuschung war entsprechend groß.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun muss ich weiterhin bei meinem bestehenden Fluss bleiben, dass ich vom Smartphone zwar mit Obsidian arbeite, alles per &lt;em&gt;Remotely Save&lt;/em&gt; Plugin an meinen Server synchronisiere, dort dann aber mit den Standardtools &lt;code&gt;ranger&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;vim&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;find&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;grep&lt;/code&gt; weiterhin arbeite. Aber gut, passt eigenlich in das KISS-Prinzip: Keep it simple, stupid.&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Daily Lakritze</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/02/daily-lakritze/</link>
      <pubDate>Sat, 14 Feb 2026 13:33:24 &#43;0100</pubDate>
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      <description>Jan Montag ist ein Guter und veröffentlicht noch bessere Dinge in diesem Internet.</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://janmontag.de/&#34;&gt;Jan Montag&lt;/a&gt; ist ein Guter. Nicht nur ist er &lt;a href=&#34;https://herrmontag.de/tag/vintage-computing/&#34;&gt;begeisterter Nerd&lt;/a&gt;, nutzt Arch Linux (btw) und hat einen großartigen &lt;a href=&#34;https://herrmontag.de/the-smiths-eine-hommage-an-eine-ikonische-band-und-ihren-kontroversen-frontmann/&#34;&gt;Musikgeschmack&lt;/a&gt;, seit kurzem hat er nun auch eine &lt;a href=&#34;https://janmontag.de/der-tag-als-lakritz-kam/&#34;&gt;Katze&lt;/a&gt;: Lakritze.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun macht Jan genau das, wofür das Internet eigentlich mal da war: Er schreibt über die Dinge, die ihn begeistern. Also gibt es jetzt regelmäßig die &lt;a href=&#34;https://janmontag.de/tag/katze/&#34;&gt;&lt;strong&gt;Daily Lakritze&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; und ich finde das großartig!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danke Jan, mach bitte weiter so. Und große Liebe abermals an die kleine Lakritze ❤️&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Song: Deathspell Omega - Wings of Predation</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/02/song-deathspell-omega--wings-of-predation/</link>
      <pubDate>Thu, 12 Feb 2026 19:02:40 &#43;0100</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">https://cgx13.de/posts/2026/02/song-deathspell-omega--wings-of-predation/</guid>
      <description>Wings Of Predation ist ein unglaublich gut gemachter, unorthodoxer Black Metal Song mit Ohrwurm-Charakter.</description>
      <content:encoded>
        &lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Musik war schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens. Und ich hatte schon immer das Bedürfnis die Musik zu teilen, die mich selber stark bewegt. Nachdem meine letzten Bestrebungen um Musikmagazine nun auch schon ein paar Jahre zurückliegen (und Musikjournalismus in Form von Reviews tot ist), will ich doch wieder einzelne Lieder gezielt vorstellen.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Deathspell Omega&lt;/strong&gt; sind eine kontroverse Band. An dieser Stelle mag ich gar nicht auf die Hintergründe um die Band eingehen und gebe offen zu: Ich kann gut zwischen Kunst und Künstler trennen, solange die Musik eben keinen Bullshit vermittelt. Und da ich sehr gerne Black Metal höre, muss ich gar diese Trennung vornehmen, weil sonst jedes Album ein potentielles Topfschlagen im Minenfeld wäre; schlussendlich hat in dieser Szene fast jede Band mal auf dem falschen Label veröffentlicht, im falschen Nebenprojekt gespielt oder schlicht auf einem Konzert mit einem falschen Menschen gesprochen. Damit ich aber nicht falsch verstanden werde: NSBM geht gar nicht, egal wie gut es musikalisch auch sei; das ist eine Grenze, wo Kunst und Künstler untrennbar ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man ganz objektiv an &amp;ldquo;&lt;em&gt;Wings Of Predation&lt;/em&gt;&amp;rdquo; herangeht, ist der Song ein kompositorisch unglaublich gutes Meisterwerk. Der Auftakt ist furios. Ohne Umwege geht es direkt in wildes und furioses Klanggewitter, offene, dissonante Akkorde untermalen eine ziemlich unheilvolle Stimmung. Die Gesangslinie steht abseits der Musik. Fragmentarische Wörter stehen alleine, und dennoch bilden Gesang und Musik eine brachiale Einheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach etwa einer halben Minute erscheint ein Klimax erreicht. Die Stakkatos und disharmonischen Spannungsbögen steigern sich, der Song baut eine Kakophonie auf, die nach einer harmonischen Auflösung schreit - die dem Hörer aber nicht vergönnt ist. Noch nicht. Stattdessen geht der chaotische Ritt erstmal von vorne weiter.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erst eine Minute später folgt dann der musikalische Geniestreich. Die zuvor aufgebaute Spannung wird endlich aufgelöst - aber erstmal nur zur Hälfte. Die eine Gitarre erlaubt sich eine unglaublich packende Melodielinie, derweil das Schlagzeug (zumindest gefühlt) noch brachialer in den Blastbeats alles zerlegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Danach folgt abermals eine Zäsur in Chaos und schier wahnwitzige Stakkatos. Die Stops sind alleine aus musikalischer Perspektive unglaublich versiert und geben der gefühlten akustischen Zerstörung nur weitere Tiefe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dieses Spiel zwischen dem ersten dissonanten teil, der kurzzeitigen Auflösung und abermaligen Verwendung musikalischem Chaos sind aber nur die Vorbereitung auf den genialen Wendepunkt in dem Lied, der bewusst mit einer deutlichen Pause an allen Instrumenten eingeleutet wird. Ab Minute 2:48 greifen &lt;strong&gt;Deathspell Omega&lt;/strong&gt; die bereits zuvor präsentierte Harmonielinie (von 1:30) wieder auf, untermalen aber diesmal den Hintergrund deutlich gemäßigter und geben der Melodie dadurch mehr Raum zum wirken. Immer wieder drohen weitere Breaks einen Rückfall ins Chaos an. Aber auch hier arbeitet die Band mehr als geschickt und spielt einfach das Riff kontinuierlich und repetitiv, fast schon hypnotisch immer und immer wieder. Obwohl &lt;strong&gt;Deathspell Omega&lt;/strong&gt; eigentlich für ihren &lt;em&gt;unorthodoxen&lt;/em&gt; Ansatz an Black Metal bekannt und berühmt sind, bedienen sie sich einem klassischen Element des Genres.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Abseits von Songaufbau und der dissonanten Klanggestaltung, steht in diesem Schlusspart auch der Bass als prominentes Element im Soundbild. Prägnant, präsent und sehr wuchtig, ist es eigentlich eine Konterkarikatur des Instruments im Black Metal. So ist alleine die letzte Note im Song für mich ein Kunstwerk für sich. Es wirkt so willkürlich, wie ein falscher Stopp der Aufnahme, gibt dem gesamten aber genau die Attitüde, die menschliche Wendung, die das zuvor präsentierte, fast schon unmenschliche Chaos dem Hörer versöhnlich abrundet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man die Struktur von &amp;ldquo;&lt;em&gt;Wings Of Predation&lt;/em&gt;&amp;rdquo; isoliert betrachtet, erinnert mich der Song sehr stark an &amp;ldquo;&lt;em&gt;Die Moldau&lt;/em&gt;&amp;rdquo; von &lt;strong&gt;Bedrich Smetana&lt;/strong&gt; - wenngleich in einer sehr zeitgenössischen, modernen Variante. Beide Lieder werden von einem eindrucksvollen Thema getragen, entwickeln sich gleichermaßen immer dramatischer und finden ihren Höhepunkt nach einem wilden Fluss - sowohl sinnbildlich bei Smetana, aber auch vom Songfluss beider Stücke.&lt;/p&gt;
&lt;div style=&#34;position: relative; padding-bottom: 56.25%; height: 0; overflow: hidden;&#34;&gt;
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    &lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://youtu.be/XtrG9CAQaX0&#34;&gt;https://youtu.be/XtrG9CAQaX0&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://song.link/s/1BLM0GcEAwjDvZDRt0Rtdr&#34;&gt;https://song.link/s/1BLM0GcEAwjDvZDRt0Rtdr&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Zugriff Auf Das Home Lab Über Einen Vps Mit Wireguard</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/02/zugriff-auf-das-home-lab-%C3%BCber-einen-vps-mit-wireguard/</link>
      <pubDate>Sat, 07 Feb 2026 18:21:46 &#43;0100</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">https://cgx13.de/posts/2026/02/zugriff-auf-das-home-lab-%C3%BCber-einen-vps-mit-wireguard/</guid>
      <description>Um Dienste aus dem Heimnetzwerk über das Internet verfügbar zu machen, kann man diese mit Wireguard aus der Fritzbox bequem über öffentliche Adressen veräußern.</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;In meiner Bude steht ein &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/posts/2025/09/mein-heim-server/&#34;&gt;Heim-Server&lt;/a&gt; und beherbergt den ein oder anderen Dienst. Die meisten davon müssen nicht aus dem Internet erreichbar sein, und lokale Verfügbarkeit mit &lt;a href=&#34;https://cgx13.de/posts/2025/08/ingress-im-heimserver-mit-pi-hole-und-traefik/&#34;&gt;Pi-Hole und Traefik&lt;/a&gt; genügen mir. Für unterwegs kann ich mit einem Wireguard VPN, dass mir die Fritzbox bereitstellt, auch auf diese Dienste zugreifen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber es gibt auch Fälle, wo das eben nicht ausreicht. Der erste Fall sind Dienste, die zwingend eine Verbindung über &lt;code&gt;https&lt;/code&gt; verlangen. Natürlich kann ich mir eine lokale &lt;code&gt;CA&lt;/code&gt; einrichten und darüber ACME-Challenges laufen lassen. Oder ich lasse mir self-signed Zertifikate über Traefik erstellen, die ich dann auf jedem Endgerät als vertrauenswürdig importiere.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann kommt aber auch schon der zweite Fall: Die nicht-so-tech-affine Ehefrau. Das Prozedere mit den self-signed Zertifikaten ist zu umständlich, der VPN eine andere Hürde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Alternative ist dann denkbar einfach: Man nutzt den Wireguard VPN - aber mit einem Peer im Internet.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;grund-aufbau&#34;&gt;Grund-Aufbau&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Mein VPS wird als Wireguard-Client mit der Fritzbox verbunden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Caddy lauscht auf Anfragen und leitet diese per &lt;code&gt;reverse_proxy&lt;/code&gt; an die interne IP meines Heimservers weiter.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Auf dem Heimserver weiß Traefik über &lt;code&gt;labels&lt;/code&gt; der einzelnen Docker Container, zu welchem Container er die Anfragen weiterleiten soll.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Die TLS-Terminierung übernimmt Caddy automatisch. Es erstellt für jeden Host (oder in meinem Fall Sub-Domains) ein Let&amp;rsquo;s Encrypt Zertifikat, was von jedem Client als gültig akzeptiert wird. Der interne Datenverkehr ist über HTTP und ungesichert, was für meinen Anwendungsfall aber ausreicht. Und auch strikte Anwendungen wie Vaultwarden scheinen mit dieser Lösung zufrieden zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;step-by-step&#34;&gt;Step-by-Step&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Zuerst habe ich in der Fritzbox einen neuen Wireguard-Client angelegt: In der Oberfläche der Fritzbox unter &amp;ldquo;&lt;em&gt;Internet&lt;/em&gt;&amp;rdquo; -&amp;gt; &amp;ldquo;&lt;em&gt;Freigaben&lt;/em&gt;&amp;rdquo; und dann im Tab &amp;ldquo;&lt;em&gt;VPN (WireGuard)&lt;/em&gt;&amp;rdquo; eine &amp;ldquo;&lt;em&gt;WireGuard-Verbindung hinzufügen&lt;/em&gt;&amp;rdquo;. Namen vergeben, per Tastendruck auf der Fritzbox bestätigt und dann die Konfiguration heruntergeladen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dann muss auf dem VPS das Paket &lt;code&gt;wireguard-tools&lt;/code&gt; installiert werden. Da ich einen Rocky Linux Server habe, war der entsprechende Befehlt &lt;code&gt;dnf install wireguard-tools&lt;/code&gt;, das variiert aber je nach verwendetem Betriebssystem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die zuvor heruntergeladene Konfiguration habe ich dann unter &lt;code&gt;/etc/wireguard/wg0.conf&lt;/code&gt; abgelegt.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Vorsicht, die Fritzbox geht davon aus, dass &lt;em&gt;jeder&lt;/em&gt; Datenverkehr über den VPN Tunnel geleitet werden soll! Ich musste in der Konfiguration noch manuelle Anpassungen vornehmen:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Die Zeile mit dem DNS-Server musste ich komplett entfernen, weil mein VPS natürlich keinen Zugriff auf Pi-Hole oder die Fritzbox hat. Ist für meinen Anwendungsfall auch egal, da ich meinen Heimserver am Ende über die IP anspreche.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Anschließend musste ich den Eintrag &lt;code&gt;0.0.0.0/0&lt;/code&gt; aus der Liste &lt;code&gt;AllowedIPs&lt;/code&gt; entfernen, weil sonst &lt;em&gt;aller&lt;/em&gt; Datenverkehr über den Tunnel geleitet wird, und ich den Server nicht mehr über SSH direkt erreichen konnte.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Danach konnte ich den Wireguard-Service aktivieren und starten:&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;highlight&#34;&gt;&lt;pre tabindex=&#34;0&#34; style=&#34;color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;&#34;&gt;&lt;code class=&#34;language-bash&#34; data-lang=&#34;bash&#34;&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;systemctl enable wg-quick@wg0
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;systemctl start wg-quick@wg0
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Und der Tunnel stand.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der &lt;code&gt;Caddy&lt;/code&gt; File war noch ein kleiner Stolperstein, dass ich bei der Angabe des &lt;code&gt;reverse_proxy&lt;/code&gt; nicht nur die IP-Adresse des Heim-Servers angeben musste, sondern auch den Port dahinter.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;abschluss&#34;&gt;Abschluss&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im ersten Versuch habe ich einfach mal einen bestehenden Dienst aus dem Homelab über eine öffentliche URL erreichbar gemacht. Nachdem das wunderbar geklappt hat, habe ich den Docker Container meiner Vaultwarden-Instanz auf dem VPS runtergefahren, auf meinen Heimserver migriert und dort über das VPN-Setup verfügbar gemacht. Das hat genau so problemlos funktioniert, wie ich es mir erhofft habe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun läuft ein ziemlich wichtiger Dienst auf meinem privaten Server in meinen vier Wänden und ist direkt im lokalen Backup auf das NAS, aber auch im Offsite-Backup in einen S3 Bucket inkludiert.&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Zwangsweise Neuer Trainingsplan</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/01/zwangsweise-neuer-trainingsplan/</link>
      <pubDate>Wed, 28 Jan 2026 12:08:09 &#43;0100</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">https://cgx13.de/posts/2026/01/zwangsweise-neuer-trainingsplan/</guid>
      <description>Eine kleine Verletzung zwingt mich, meinen Trainingsplan ein wenig anzupassen...</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;Ich halte Sport ja für wichtig. Für die physische Gesundheit, die mentale Gesundheit, das Wohlbefinden und zur Prävention. Und gerade als Büro-Hengst braucht mein Rücken besondere Stärkung, damit ich auch morgen noch kraftvoll vor dem Monitor rumbuckeln kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Seit fast 20 Jahren ist deswegen Kraftsport ein essenzieller Bestandteil meines Lebens. Natürlich anfangs total planlos, später auch mal ambitionierter, aber die meiste Zeit ziemlich konsequent. Das ist eigentlich auch schon das größte Geheimnis am Kraftsport, die Konsequenz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mein persönliches zweites Geheimnis ist eigentlich: Ein langweiliger, aber effektiver Trainingsplan. Ich bin großer Fan von Grund- und Verbundübungen und versuche auf Isolationsübungen zu verzichten. Ich würde sogar behaupten, dass 90% der Bevölkerung mit einem solchen Trainingsplan hervorragend auskommen würde, und nur wirklich fortgeschrittene und ambitionierte Menschen, die in Profi- oder Wettkampf-Segment wollen, ausgefeiltere Trainingspläne benötigen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;mein-bisheriger-trainingsplan&#34;&gt;Mein bisheriger Trainingsplan&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich trainiere aktuell zwei Mal die Woche, jeweils einen Ganzkörper-Plan. Die einzelnen Übungen sind eben die Basics:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Bankdrücken&lt;/strong&gt; mit Langhantel auf der Flachbank&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Klimmzüge&lt;/strong&gt; mit schulterbreitem Griff&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Kniebeuge&lt;/strong&gt; mit Langhantel in Low-Bar-Position&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Rumänisches Kreuzheben&lt;/strong&gt; mit Langhantel&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Vorgebeugtes Rudern&lt;/strong&gt; mit Langhantel&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Schulterdrücken&lt;/strong&gt; stehend mit Langhantel (aka. Military Press)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h2 id=&#34;warum-muss-ich-den-trainingsplan-ändern&#34;&gt;Warum muss ich den Trainingsplan ändern?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich habe mit meinem linken Knie schon immer irgendwelche Probleme gehabt. Manchmal springt mir da im Schneidersitz irgendwas raus, mutmaßlich eine Sehne. Beim Kniebeugen spüre ich merkliche Spannung in dem Gelenk. Und seit ein paar Wochen habe ich stechende Schmerzen lateral, wenn ich medial Druck auf einen Punkt zwei Finger unter der Kniescheibe ausübe, also beispielsweise beim Hinknien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ursachen sind sicherlich in meiner Anatomie, ungleicher Oberschenkellänge und generell sehr langen Oberschenkeln im Verhältnis zu meinem Körperbau. Aber wahrscheinlich habe ich meine Knie auch in meiner aktiven Zeit als Läufer sehr stark belastet. Regelmäßig anspruchsvolle Höhenprofile, teilweise fast schon exzessives Lauftraining.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schlussendlich steht erstmal eines fest: Ich muss Belastung und Spannung aus dem Knie nehmen, damit es sich etwas erholen kann. Unterm Strich heißt das: Aktiv belastende Übungen (Kniebeugen und Kreuzheben) aus dem Plan streichen, Übungen, die passive Spannung aufbauen (stehende Übungen wie vorgebeugtes Rudern oder Schulterdrücken) durch schonende Alternativen ersetzen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;aktueller-trainingsplan&#34;&gt;Aktueller Trainingsplan&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Bankdrücken&lt;/strong&gt; mit Langhantel auf der Flachbank - keine Belastung des Knies&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Latzug am Kabelzug&lt;/strong&gt; - mal eine Abwechslung zu den Klimmzügen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Sitzender Ruderzug am Kabelturm&lt;/strong&gt; - Spannung aus dem Knie nehmen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Schulderpressen&lt;/strong&gt; an der Maschine - Wieder sitzen und dadurch weniger Spannung im Knie&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Liegender Beinbeuger&lt;/strong&gt; - Entgegengesetzte Spannung im Knie, mehr Stimulation der Antagonisten am hinteren Oberschenkel&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Abduktorenmaschine&lt;/strong&gt; - Stärkung von unterstützender Muskulatur&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h2 id=&#34;ausblick&#34;&gt;Ausblick&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Dieser alternative Trainingsplan wird mich nun erstmal 8-12 Wochen begleiten und ich muss mein Knie weiter beobachten. Sobald die Druckempfindlichkeit wieder abnimmt, kann ich versuchen, ob ich den Beinstrecker wieder aktiv trainiere. Doch da ich immer wieder Probleme mit dem Knie habe, werde ich wohl oder übel die Kniebeuge auch langfristig aus meinem Trainingsplan verbannen müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich sehr Schade, mag ich doch die Effektivität und Effizienz dieser Übung sehr gerne.&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Ein Sehr Simples Familien-Wiki</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/01/ein-sehr-simples-familien-wiki/</link>
      <pubDate>Mon, 26 Jan 2026 20:05:05 &#43;0100</pubDate>
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      <description>Wie aus einer simplen Idee sehr schnell ein internes Familien-Wiki wurde.</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;Ich mache mir seit Jahren Notizen. Zu quasi allem. Was meine Frau anfangs noch etwas belächelt hat, ist mittlerweile schon quasi eine feste Erwartungshaltung. &amp;ldquo;Du hast das doch bestimmt irgendwo notiert&amp;hellip;&amp;rdquo;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;technische-umsetzung&#34;&gt;Technische Umsetzung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im Endeffekt war das auch schon der Auslöser. Ich wollte gewisse Notizen auch für meine Frau zugänglich machen. Da ich alles als Markdown-Dateien pflege, unterwegs mit Obsidian und am PC via &lt;code&gt;vim&lt;/code&gt;, war eigentlich schon klar: Da kann ich was mit &lt;code&gt;hugo&lt;/code&gt; machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Heimserver läuft eh, über Traefik und Pi-Hole sind die Docker Container im lokalen Netzwerk erreichbar, das sollte für den Anfang passen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also habe ich erstmal ein neues Hugo-Projekt erstellt. Da ich für &lt;a href=&#34;https://scolohub.com&#34;&gt;Scolohub.com&lt;/a&gt; schon sehr viel Erfahrung mit &lt;a href=&#34;https://themes.gohugo.io/themes/hugo-book/&#34;&gt;Hugo Book&lt;/a&gt; habe, und ich es für Dokumentation eigentlich ganz brauchbar halte, war das Theme auch meine erste Wahl. Da die Installation des Themes als &lt;code&gt;git&lt;/code&gt;-Submodul passiert, wird die Heim-Dokumentation also auch direkt in meiner lokalen Gitea-Instanz versioniert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der leichte Teil war dann einfach das Kopieren von meinen Notizen in das &lt;code&gt;/content&lt;/code&gt;-Verzeichnis von Hugo. Ein bisschen Frontmatter dazu - geschenkt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;inhaltliche-struktur&#34;&gt;Inhaltliche Struktur&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das wirkliche Heavy Lifting war eigentlich die Informationsarchitektur. Erstmal habe ich mich an den Standard von &lt;code&gt;Hugo Book&lt;/code&gt; angelehnt: Alle Dokumentation kommt erstmal nach &lt;code&gt;/content/docs&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dort habe ich dann grob die relevanten Bereiche als Unterverzeichnisse angelegt:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;betriebskosten&lt;/code&gt;: Hier werden Vertragsdaten zu unseren Energieversorgern, aber auch die jährlichen Abrechnungen gespeichert. In jeweils einer Tabelle für Strom, Gas, Wasser, haben wir nun unseren Verbrauch und die Kostenentwicklung direkt im Überblick. Aber auch die Grundbesitzabgaben oder Versicherungen haben hier ihre Untersektionen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;netzwerk&lt;/code&gt;: Hier ist unser Heimnetzwerk dokumentiert. IP-Adressen, Endgeräte. Primär für mich, aber im Notfall auch für meine Frau.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;haustechnik&lt;/code&gt;: IP-Adressen, Seriennummern, technische Datenblätter zu unserer PV-Anlage, Batterie-Speicher, Wechselrichter, aber auch eine Übersicht zu unserem Sicherungskasten und der alten Gastherme.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;smarthome&lt;/code&gt;: Welche IoT-Geräte sind in unserem Haushalt, wie steuert man die, was macht dieses &lt;code&gt;Home Assistant&lt;/code&gt;?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;homelab&lt;/code&gt;: Die Dokumentation für die Frau: Welche Dienste laufen im Heimnetz, wie erreiche ich die und was machen die überhaupt? Und ja, nicht nur für die Frau. Auch für mich. Denn in einem halben Jahr weiß ich ja auch nicht mehr, was ich da mal vertüddelt habe&amp;hellip;&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;vps&lt;/code&gt;: Was läuft da außerhalb unseres Hauses? Wohin geht das Backup von Heimserver und NAS? Und - ja, da denken wir schon länger dran - was muss nach dem Ableben des Ehepartners vielleicht noch abgewrackt werden?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;subscriptions&lt;/code&gt;: Welche Abos haben wir bei welchem Dienst? Wie verwaltet man die und in welchem Password-Manager sind die Zugangsdaten zu finden?&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;code&gt;inneneinrichtung&lt;/code&gt;: Weitaus weniger technisch, aber durchaus sinnvoll: Welche Farbcodes haben wir uns nochmal für die Türrahmen ausgesucht? Wer war nochmal der Hersteller unserer Plissees?&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Dabei ist die Sammlung natürlich noch nicht vollständig und viele Teilaspekte fehlen noch. Und Inhalte erst recht. Aber es ist erstmal ein Anfang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was noch dazu kommt, sind &lt;code&gt;id&lt;/code&gt;, also Identitäten. Was ist unsere Steuernummer? Wer hat welche Id-Nummer? Wie war nochmal die IBAN von Deiner Bank, meiner Bank, unserer Bank?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber es geht auch über die Dokumentation hinaus. Wir haben eine Liste mit Rezepten, als Links zu den jeweiligen Webseiten. Aber wir wissen mittlerweile: Webseiten gehen schon mal offline, Inhalte verschwinden, sei es nur hinter Paywalls, Unfälle passieren. Also gibt es neben &lt;code&gt;/content/docs&lt;/code&gt; seit heute noch ein &lt;code&gt;/content/rezepte&lt;/code&gt;. Dank &lt;code&gt;curl&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;grep&lt;/code&gt; und etwas Python konnte ich 150 Rezepte schnell und einfach in Markdown-Dateien umwandeln, die nun eine Rezept-Sammlung in unserer Dokumentation sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für unsere Weihnachtspostkarten hatten wir bisher ein Word-Dokument in der Cloud mit den Adressen der Empfänger. Ich glaube diese Daten kommen demnächst nach &lt;code&gt;content/adressbuch&lt;/code&gt;. Natürlich mit strukturierten Daten im Frontmatter, die man im Template ordentlich auswerten und anzeigen kann. Mit eigenen Taxonomien in Hugo, kann ich dann das Adressbuch auch in einer Selektion für Weihnachtskarten zusammenfassen. Oder die Adressen auch anders qualifizieren. Ja, sicherlich eine Spielerei, und durchaus fragwürdig bei all den existierenden Adressbuchlösungen auf dem Smartphone oder in der Cloud.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wenn ich schon mal bei Adressen bin, wird sicherlich auch ein Verzeichnis unserer Handwerker erstellt. Aktuell sind die Kontaktdaten aufgeteilt zwischen meiner Frau uns mir, eine zentrale Stelle macht da wirklich wieder Sinn.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;ausblick-auf-weitere-inhalte&#34;&gt;Ausblick auf weitere Inhalte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Natürlich kann diese Dokumentation nach belieben wachsen: Untersektionen für jedes Familienmitglied mit Inventarisierung des digitalen Lebens - eine digitale Nachlassverwaltung hat uns schon mal sehr geholfen und wird von uns als wirklich wichtig erachtet. Dokumentation zu unseren Haustieren, für uns, für unseren Katzensitter, für unseren Tierarzt. Protokolle von Sanierungs und Renovierungsarbeiten am Haus, sowohl für uns als Done-List, aber auch für den Fall, dass wir irgendwann wieder Verkaufen wollen und die bereits getätigten Maßnahmen festhalten wollen. Die Möglichkeiten sind unendlich.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;technische-erweiterbarkeit&#34;&gt;Technische Erweiterbarkeit&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Dank dem Werkzeugkasten Hugo, sind eigene Templates für die Darstellung auch kein Problem. Darstellung strukturierter Informationen von Rezepten oder Adressbucheinträgen? Einfach ein Custom Layout erstellt. Die Optik von Hugo Book an unsere Bedürfnisse anpassen? Einfach etwas Styling in die &lt;code&gt;_custom.scss&lt;/code&gt;. Es ist eine neue Spielwiese für den Nerd!&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;status-quo-was-es-ist-und-was-es-nicht-ist&#34;&gt;Status Quo: Was es ist, und was es nicht ist&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Aber da sind wir auch schon bei den Nachteilen dieser Lösung: Es ist eben kein wirkliches Wiki wie Bookstack, DokuWiki oder Mediawiki, wo jeder jederzeit alles bearbeiten kann. In der aktuellen Lösung muss ich immer an den Rechner, im Texteditor meiner Wahl die Inhalte hinzufügen, bearbeiten, ergänzen. Da es sich aber eigentlich um statische Stammdaten handelt, erachte ich das als eher kleinen Nachteil.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für mich überwiegt eher der Vorteil, dass die Quelldaten für das Familien-Wiki schlichte Markdown-Textdateien sind, die ich jederzeit weiterverwenden kann. Wenn es dynamischer werden soll, muss ich mich halt mal in Grav als CMS einarbeiten. Wenn es nicht mehr als Seite im Intranet bereitgestellt werden muss, kommen die Dateien schlicht wieder in mein Obsidian Vault. In Git sind alle Änderungen versioniert. Und per Cronjob und &lt;code&gt;rclone&lt;/code&gt; befindet sich immer ein Offsite-Backup in einem privaten S3-Bucket.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist keine perfekte Lösung - und ich weiß, es gibt keine perfekten Lösungen. Aber es ist eine pragmatische und simple Lösung, wie wir gemeinsam Informationen um unser Leben teilen. Ich finde es gut und bin sehr gespannt, wie sich die Informationssammlung in Zukunft noch weiter entwickelt.&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Das Eigene Social Network Im Fediverse</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/01/das-eigene-social-network-im-fediverse/</link>
      <pubDate>Tue, 20 Jan 2026 09:09:53 &#43;0100</pubDate>
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      <description>Ein eigenes soziales Netzwerk oder eine eigene Community kann man im Fediverse schnell und einfach einrichten. Es kann aber auch schlicht eine Alternative zu etablierten Social Media großer Konzerne sein.</description>
      <content:encoded>
        &lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Dieser Beitrag wurde für meinen Bekanntenkreis geschrieben, die sich für das Thema digitale Unabhängigkeit interessieren. Natürlich erhebe ich an dieser Stelle keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern will erstmal einen groben Überblick und Denkanstöße geben.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Viele Leute sind genervt von den großen Social Media. Algorithmen füllen den Feed mit Werbung und KI-generierten Inhalten, Beiträge von Freunden und Bekannten sieht man hingegen kaum noch. Doch was viele Leute nicht wissen: Es gibt Alternativen. Dieser Beitrag soll grob das Fediverse und die Möglichkeiten dessen vorstellen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;was-ist-das-fediverse&#34;&gt;Was ist das Fediverse?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Fediverse ist ein Netzwerk von unabhängigen, miteinander verbundenen Diensten. Im Prinzip funktioniert es wie Email: Man kann bei verschiedenen Anbietern sein, Gmail, GMX, Web.de, aber mit Nutzern von anderen Anbietern schreiben und von denen Mails empfangen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es gibt kein geschlossenes Silo, wie bei den großen Social Media Plattformen. Facebook-Nutzer können nur mit anderen Facebook-Nutzern schreiben, aber nicht mit Twitter/X- oder Reddit-Nutzern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei gibt es unterschiedliche Fediverse-Anwendungen mit unterschiedlichem Fokus. Dennoch können alle Instanzen untereinander Nachrichten austauschen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;wie-funktioniert-das-fediverse&#34;&gt;Wie funktioniert das Fediverse?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Fediverse basiert auf dem sogenannten &lt;code&gt;ActivityPub&lt;/code&gt;-Protokoll. Das ist ein offener Standard, der durch das W3C spezifiziert wird. Dieses Konsortium definiert unter anderem auch andere Standards wie HTML oder CSS. Jeder kann die Spezifikation lesen und eine eigene Anwendung darauf aufbauen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Darum gibt es bereits eine ganze Reihe fertiger Applikationen, die man auch selber betreiben kann. Man ist also nicht darauf angewiesen, dass jemand einen Dienst bereitstellt, sondern kann sich eine eigene Instanz auf dem eigenen Server installieren. So entsteht ein großes Netzwerk an Anwendungen, die alle untereinander kommunizieren, aber auch in sich abgeschlossen funktionieren können.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;welche-fediverse-anwendungen-gibt-es&#34;&gt;Welche Fediverse-Anwendungen gibt es?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Fediverse bietet Anwendungen für viele Anwendungsfälle.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;microblogging&#34;&gt;Microblogging&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Das Format wurde wohl damals durch Twitter (heute wohl X) bekannt: Man schreibt kurze Status-Updates. Im Endeffekt das gleiche, wie die alltäglichen Beiträge auf Facebook, kurze Text-Nachrichten, die aber auch Bild-Anhänge haben können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das große Flag-Schiff im Fediverse ist sicherlich &lt;a href=&#34;https://joinmastodon.org/de&#34;&gt;Mastodon&lt;/a&gt; als Anwendung wie auch als Dienst. Die Software betreibt unterschiedliche Dienste, unter anderem auch &lt;a href=&#34;https://punkstodon.de/explore&#34;&gt;Punkstodon&lt;/a&gt; (ein Social Network für Punks) oder &lt;a href=&#34;https://metalhead.club/about&#34;&gt;Metalhead.club&lt;/a&gt; (eine Community für Metal-Fans). Durch das Fediverse können aber die Punker auch mit den Metallern quatschen, ohne das sie sich einen Server teilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mastodon ist aber nicht der einzige Mikroblogging-Dienst im Fediverse. Es gibt noch eine Reihe Alternativen wie &lt;a href=&#34;https://misskey-hub.net/de/&#34;&gt;Misskey&lt;/a&gt;, &lt;a href=&#34;https://gotosocial.org/&#34;&gt;GoToSocial&lt;/a&gt;, etc., die für kleinere Communities oder auch als Heimat für einen einzelnen Account passender, weil ressourcenschonender, sind.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;medien&#34;&gt;Medien&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Wer eine Alternative zu Instagram sucht, findet diese in &lt;a href=&#34;https://pixelfed.org/&#34;&gt;Pixelfed&lt;/a&gt;. Je nach Instanz sind die Richtlinien auch freundlicher gegenüber NSFW-Inhalten, als es der Bilderdienst von Meta ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer genug von Werbung auf Youtube hat, findet bei &lt;a href=&#34;https://joinpeertube.org/de/&#34;&gt;Peertube&lt;/a&gt; die Möglichkeit, seinen eigenen Videodienst zu betreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://www.funkwhale.audio/&#34;&gt;Funkwhale&lt;/a&gt; ist ein soziales Netzwerk für Musik und Podcasts. &lt;a href=&#34;https://bookwyrm.social/&#34;&gt;Bookwyrm&lt;/a&gt; ist eine Community übers Lesen und für Rezensionen um Bücher.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Dank &lt;code&gt;ActivityPub&lt;/code&gt; können aber auch Nutzer von Mastodon Nutzer von Pixelfed, Peertube oder Bookwyrm abonnieren und mit ihenn interagieren.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3 id=&#34;diskussionsplattformen&#34;&gt;Diskussionsplattformen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://join-lemmy.org/&#34;&gt;Lemmy&lt;/a&gt; stellt eine Diskussionsplattform, ähnlich wie Reddit, im Fediverse dar.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;das-fediverse-ist-eine-alternative-kein-ersatz&#34;&gt;Das Fediverse ist eine Alternative, kein Ersatz&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn man sich für das Fediverse entscheidet, muss einem leider klar sein: Es ist eine Alternative, kein Ersatz. Große Accounts, Influencer und auch die meisten Leute aus dem Freundes- und Bekanntenkreis werden sicherlich nicht hier sein. Die große Masse, und damit auch die große Reichweite, wird wohl auch auf absehbare Zeit durch Meta (Facebook, Instagram, Threads), Twitter (heute wohl X), Reddit und Tiktok gestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Fediverse ist im Einstieg sicherlich auch sperrig. Erstmal den richtigen Dienst aussuchen (Mastodon, Pixelfed oder, oder, oder) und dann auch noch die passende Instanz auswählen. Dann muss man Leute finden, mit denen man interagieren will, und auch da kann das abonnieren mitunter etwas komplizierter sein. Oder generell das Auffinden von interessanten oder relevanten Inhalten. Das Internet kann hier Geschichten erzählen und gegebenenfalls Hilfestellungen bieten, wenn man danach sucht.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;für-wen-eignet-sich-das-fediverse&#34;&gt;Für wen eignet sich das Fediverse?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Theoretisch ist das Fediverse eine gute Alternative für viele Leute:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Leute, die wert auf Datenschutz legen und nicht alles an Big-Tech-Konzerne preisgeben wollen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Leute, die ihren Feed nicht durch Algorithmen bestimmt haben wollen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Leute, die in Nischencommunities unterwegs sein wollen, die abseits vom Mainstream funktionieren&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Leute, denen die Richtlinien der großen Netzwerke zu restriktiv sind, NSFW Inhalte konsumieren oder publizieren wollen, vielleicht als Sex-Worker unterwegs sind oder rechts-konservative Entwicklungen in den großen Netzwerken zu bedrohlich sehen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Leute, die Hoheit über ihre Daten haben wollen und selber ihre Instanz betreiben möchten&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Leute, die eine eigene Community aufbauen wollen, beispielsweise eine Mastodon-Instanz für ihre Musik-Szene oder eine kleine GoToSocial-Instanz für die Nachbarschaft&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Dadurch, dass viele Anwendungen auch Apps für das Smartphone haben, und durch offene Protokolle auch alternative Apps existieren, hat man auch weiterhin den Komfort bekannter Social Media mit Web-Anwendung und mobiler Nutzbarkeit.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;wo-fängt-man-am-besten-an&#34;&gt;Wo fängt man am besten an?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Als erstes sollte man sich entscheiden, was man überhaupt probieren will. Microblogging oder Bilder teilen? Also Mastodon oder Pixelfed?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Anschließend kann man sich erstmal einen Account bei einer der großen Flagship-Instanzen mache und damit experimentieren. Vielleicht reicht das ja schon als Alternative zu den Big-Tech-Konzernen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man merkt, dass man mehr haben mag oder mehr machen möchte, beispielsweise eine eigene Community erstellen, kann man immer noch schauen, wie man die Software der eigenen Wahl selber betreibt.&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Einstieg in das Self-Hosting auf einem VPS</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/01/einstieg-in-das-self-hosting/</link>
      <pubDate>Tue, 20 Jan 2026 07:00:35 &#43;0100</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">https://cgx13.de/posts/2026/01/einstieg-in-das-self-hosting/</guid>
      <description>Self-Hosting ist kein Hexwerk. Nur muss man wissen, wie man damit anfängt...</description>
      <content:encoded>
        &lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Dieser Beitrag wurde für meinen Bekanntenkreis geschrieben, die sich für das Thema digitale Unabhängigkeit interessieren. Natürlich erhebe ich an dieser Stelle keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern will erstmal einen groben Überblick und Denkanstöße geben.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Self-Hosting ist kein Hexwerk. Doch man muss erstmal wissen, wie man anfängt. Wenn man nicht unbedingt alle Dienste nur Lokal im Intranet nutzen will, sondern im Internet eine Homepage, ein eigenes Social Media oder die eigene Cloud betreiben will, muss man ein paar Dinge beachten. Dann ist der Einstieg aber auch schon relativ einfach, wenn man einmal weiß, was alles zu tun ist. Den Rest kann man immer noch in Foren oder Blogs nachlesen - und sich bei vielen Dingen auch durchaus von AI beraten lassen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;eine-domain-auswählen&#34;&gt;Eine Domain auswählen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine Domain ist eine Internetadresse und die eigene digitale Identität. Dabei kann man erstmal zwischen unterschiedlichen &amp;ldquo;top Level Domains&amp;rdquo; wie &lt;code&gt;.de&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;.com&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;.social&lt;/code&gt;, etc. auswählen. Die Auswahl ist heute riesig, allerdings hat nicht jeder Anbieter jede tLD im Angebot und die einzelnen Endungen unterscheiden sich zuweilen drastisch im Preis und Verlängerungsmodellen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem muss man vorher bedenken, was man alles mit seiner Domain anstellen will. Exotische Endungen wie &lt;code&gt;.to&lt;/code&gt; oder &lt;code&gt;.xyz&lt;/code&gt; sind erstmal für den Webbrowser und moderne Dienste wie das Fediverse in Ordnung, können aber bei vielen Mailprovidern zu einer automatischen Einstufung als Spam führen. Die langweilige Endung &lt;code&gt;.de&lt;/code&gt; ist zwar nicht besonders spannend, dafür aber relativ renommiert und mit ca. einem Euro im Monat auch vergleichsweise günstig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei der Auswahl des Domain-Anbieters muss man leider etwas aufpassen, denn nicht alle geben ihre Einschränkungen direkt bei der Bestellung preis. So habe ich mit den Konfigurationsmöglichkeiten bei Strato beispielsweise schlechte Erfahrungen gemacht und bin gerade sehr zufrieden bei HostEurope.&lt;br&gt;
Wichtig ist auf jeden Fall, dass man die DNS-Einträge selber konfigurieren, dass man &lt;code&gt;A&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;CNAME&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;SRV&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;TXT&lt;/code&gt; Records selber anlegen und bearbeiten kann. Keine Sorge, wenn man das noch nicht versteht, das ist auch erstmal nicht wichtig. Aber wenn man solche Einträge selber verwalten kann, kann man unterschiedliche Anbieter für Domain, Webserver, Mail, etc. nutzen, und so konfigurieren, dass alles über eine Domain verfügbar ist.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;pro-tipp-geld-sparen-mit-sub-domains&#34;&gt;Pro-Tipp: Geld sparen mit Sub-Domains&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Man könnte auf die Idee kommen, dass man für jeden Dienst, den man selber betreibt, eine eigene Domain haben muss. Beispielsweise &lt;code&gt;example-webseite.com&lt;/code&gt;, &lt;code&gt;example-mailserver.com&lt;/code&gt; oder &lt;code&gt;example-cloud.com&lt;/code&gt;. Das kostet aber nur unnötig Geld und man kann mit einer Domain wie &lt;code&gt;example.com&lt;/code&gt; bereits alle Bereiche abdecken. Das Zauberwort ist: Sub-Domains.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wenn man eigenständig DNS-Einträge erstellen und ändern kann, kann &lt;code&gt;mail.example.com&lt;/code&gt; auf einen komplett anderen Server zeigen und ihn erreichbar machen. Aber natürlich kann man auch alle Subdomains (oder ein Catch-All) nur auf einen Server verweisen und dann dort im (reverse) Proxy jeden Dienst über eine Sub-Domain verfügbar machen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An dieser Stelle kann es von Vorteil sein, wenn man sich eine Domain aussucht, die nicht direkt Zweckgebunden erscheint. Also anstelle von &lt;code&gt;mein-mail-server.com&lt;/code&gt; sowas wie &lt;code&gt;mein-server.com&lt;/code&gt; und der Maildienst liegt dann auf &lt;code&gt;mail.mein-server.com&lt;/code&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;tipp-geld-sparen-mit-laufzeitverträgen&#34;&gt;Tipp: Geld sparen mit Laufzeitverträgen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Einige Anbieter wechseln nach der initialen Mindestvertragslaufzeit von jährlicher Abrechnung auf monatliche Abrechnung und Kündigungsfrist. Dabei wird der Monatspreis für die Domain dann aber auch teurer, als bei jährlicher Abrechnung mit verlängerter Vertragsbindung.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;einen-provider-auswählen&#34;&gt;Einen Provider auswählen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie Domain-Anbieter, gibt es auch unzählige Provider für Webspace und Server. Auch wenn sich die meisten Angebote in ähnlichen Preisklassen bewegen, gibt es durchaus Unterschiede - nicht zuletzt im Funktionsumfang.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gängige Anbieter sind &lt;a href=&#34;https://www.netcup.com/&#34;&gt;Netcup&lt;/a&gt;, &lt;a href=&#34;https://all-inkl.com/&#34;&gt;All-Inkl&lt;/a&gt;, &lt;a href=&#34;https://www.hetzner.com&#34;&gt;Hetzner&lt;/a&gt;, &lt;a href=&#34;https://www.hosteurope.de/&#34;&gt;HostEurope&lt;/a&gt; oder &lt;a href=&#34;https://www.hostinger.com/de&#34;&gt;Hostinger&lt;/a&gt;. Wenn man etwas mehr Ahnung hat, ist &lt;a href=&#34;https://uberspace.de/de/&#34;&gt;Uberspace&lt;/a&gt; eine gute Alternative.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für den Einstieg kann ich aber erstmal die &lt;a href=&#34;https://www.ionos.de/&#34;&gt;Ionos&lt;/a&gt;-Marke &lt;a href=&#34;https://www.strato.de/&#34;&gt;Strato&lt;/a&gt; empfehlen. Hier bekommt man kleine Server bereits ab einem Euro pro Monat, mit denen man seine ersten Experimente machen kann. Größer Skalieren oder Wechseln kann man bei Bedarf immer noch.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Pro-Tipp an dieser Stelle: Wenn man sich für einen Server bei Strato entscheidet, sollte man die Domain unbedingt bei einem anderen Anbieter nehmen. Bei Strato sind Domains immer mit dem Server im Paket und die Konfigurationsmöglichkeiten eher bescheiden. Eine Migration einer Domain auf ein anderes Paket oder eine Portierung zu einem anderen Anbieter geht bei Strato direkt ins Geld.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;h2 id=&#34;wichtig-kein-webspace-sondern-direkt-ein-vps&#34;&gt;Wichtig: Kein Webspace, sondern direkt ein VPS&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn man selber richtig etwas betreiben will, ist ein Webspace keine gute Wahl. Meist unterstützt Webspace lediglich die Ausführung von PHP oder das simple bereitstellen von klassischen HTML-Dateien. Mit etwas Glück gibt es zwar noch eine MySQL-Datenbank zum Webspace, und man kann einen Wordpress-Blog damit betreiben, allerdings war es dass dann auch schon und die Preise für Webspace sind im Vergleich zu einem eigenen Server relativ hoch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Natürlich muss man den Kostenunterschied zwischen Webspace und Webserver realistisch betrachten. Beim Webspace hat meist der Anbieter ein Backup-Konzept und übernimmt die Administration des Servers. Beim eigenen Server muss man sich selber um alles kümmern. Doch erstmal ist das gar nicht so schwer und lässt sich mit Skripten auch automatisieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber was ist überhaupt ein VPS? Ein VPS ist ein Virtual Private Server. Also man bekommt eine virtuelle Maschine, in der ein Betriebssystem ausgeführt wird. Diese Maschine hat meist fest zugewiesene Kapazitäten an RAM, CPU und Disk. Und im Endeffekt verhält sie sich wie ein normaler Computer, auch wenn der Server &amp;ldquo;nur&amp;rdquo; virtualisiert ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Vorteil eines VPS gegenüber reinem Webspace ist, dass man darauf quasi jede Anwendung betreiben kann. Benötigt die Anwendung PHP, installiert man PHP. Braucht man nur einen Webserver für simple HTML-Dateien? Dann installiert man Apache httpd, nginx oder Caddy. Eine Datenbank für das Backend kann man auch selber installieren, hat dann aber die Auswahl zwischen MySQL, MariaDB, PostgreSQL oder gar NoSQL-Datenbanken, was auch immer gerade benötigt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dank Docker wird die Installation sogar noch einfacher und man kann parallel verschiedene Datenbanken, Webserver oder Webanwendungen laufen lassen, ohne dass diese sich gegenseitig stören.&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;TLDR; Mit einem VPS hat man wesentlich mehr Möglichkeiten als mit einem Webspace.&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;h3 id=&#34;einsteiger-tipp&#34;&gt;Einsteiger-Tipp&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Da ich schon Strato für das günstige Experimentieren empfohlen habe, mag ich direkt auch deren VPS &lt;code&gt;VC 2-4&lt;/code&gt; für den Einstieg nahelegen. Für EUR 4 / Monat bekommt man 2 CPUs, 4GB RAM und 120GB Disk. Das ist mehr als ausreichend für die meisten Webservices und man hat ausreichend Kapazitäten um neue Dinge auszuprobieren. Das ist aber keine Werbung, sondern eigene Erfahrung.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;linux-als-betriebssystem&#34;&gt;Linux als Betriebssystem&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn das Jahr von Linux auf dem Desktop noch auf sich warten lässt, ist Linux de Facto das Betriebssystem für Server. Es ist robust, sicher und jede moderne Webanwendung läuft auf Linux. Und spätestens, wenn man Anwendungen in Containern, mit Docker oder Podman, betreiben will, kommt man um Linux nicht vorbei.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;die-auswahl-des-richtigen-linux&#34;&gt;Die Auswahl des &amp;ldquo;richtigen&amp;rdquo; Linux&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Doch wie bei den Themen Domain- oder Server-Anbieter, hat man oft auch bei den Linux-Distributionen für seinen VPS eine breite Auswahl. Gängig sind Ubuntu, Debian, Rocky Linux, Alma Linux, manchmal auch Alpine.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für den Einstieg würde ich ein Debian empfehlen. Es ist robust, hat eine gute Community und sehr viele Anleitungen oder Blog-Beiträge nehmen Debian als Grundlage. Natürlich ist Debian auch vergleichsweise &amp;ldquo;langweilig&amp;rdquo; und in Updates zuweilen etwas konservativ. Aber für den Anfang deutlich einfacher als Rocky Linux oder Alma Linux, wo man mit Firewall oder SELinux schnell an Herausforderungen stößt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ubuntu mag vielleicht auch einfach erscheinen, basiert es ja auch nur auf Debian. Doch die fragwürdige Politik von Caninical, dass Sicherheitsupdates hinter einem Abo-Modell versteckt werden, macht es eigentlich gänzlich unattraktiv für den Einsteiger.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;weitere-tipps-für-einen-guten-einstieg&#34;&gt;Weitere Tipps für einen guten Einstieg&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Wenn ihr einen Server bestellt habt, lest nach, wie ihr das Linux absichert. Nur notwendige Ports freigeben, Login als &lt;code&gt;root&lt;/code&gt; verbieten, SSH-Zugriff nur mit SSH-Key und nicht mit Passwort.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Lernt die Grundlagen von Docker und nutzt Container für Installationen von Anwendungen. So haltet ihr euer System von Anfang an sauber, vermeidet Konflikte von Abhängigkeiten und könnt bequem Installationen und Updates durchführen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Nutzt Snapshot- und Backup-Funktionen im Admin-Panel eures Server-Anbieters. Wenn ihr mal was kaputt gemacht habt, könnt ihr so immer wieder zum letzten funktionierenden Zustand zurückspringen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Für den Anfang: Nutzt Caddy als (reverse) Proxy. Caddy lässt sich einfach konfigurieren und sorgt dafür, dass eure Dienste direkt über HTTPS, also verschlüsselt, erreichbar sind.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Lest Foren, fragt in Communities nach, diskutiert mit AI wie Claude oder ChatGPT darüber, wie man Dinge am besten macht und lasst euch auch gerne Beispiele geben. Versucht aber nach Möglichkeit, die Beispiele von AI auch zu verstehen, bevor ihr Code- und Konfigurationsschnipsel nutzt, oder Linux-Befehle einfach ausführt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Denkt rechtzeitig an ein Backup-Konzept! Sei es ein Cronjob, der täglich eine Zip-Datei generiert, eine Kopie mit &lt;code&gt;rsync&lt;/code&gt; oder &lt;code&gt;rclone&lt;/code&gt; in ein S3-Bucket oder ausgeklügelte Lösungen mit &lt;code&gt;restic&lt;/code&gt;, alles egal, solange ihr immer eine Sicherung eurer Daten und Konfigurationen habt.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>State of Social Media: Frust Und Noch Mehr Frust</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/01/state-of-social-media-frust-und-noch-mehr-frust/</link>
      <pubDate>Thu, 15 Jan 2026 07:53:12 &#43;0100</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">https://cgx13.de/posts/2026/01/state-of-social-media-frust-und-noch-mehr-frust/</guid>
      <description>Social Media macht im Jahr 2025 einfach keinen Spaß mehr. Niemandem.</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;Ich bin ja schon länger von der Big-Tech Social Media frustriert und habe Facebook, Instagram und Twitter (neuerdings X) den Rücken gekehrt. Zugegeben, aktuell eher so Shadow Leaving, da ich meine Accounts dort noch nicht gelöscht habe, aber diese Plattformen einfach nicht mehr nutze. Vielleicht kommt der nächste Schritt aber auch bald.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Meine Frau bemerkt auch schon länger, dass sich ihre Feeds auf Facebook und Instagram geändert haben; sie sieht kaum noch Beiträge ihrer Freunde, sondern nur noch emotionale Videos von Tierleid, Clickbait und &amp;ldquo;Sugguested Content&amp;rdquo;. Scheinbar hat sie da eine relativ hohe Frustrationsgrenze, denn bisher nutzte sie beide Plattformen erstmal stillschweigend weiter. Doch gestern machte sie sich dann doch auf Facebook mal Luft. Das interessante: Die Reaktionen aus ihrer Bubble waren allesamt gleich. Man hätte ähnliches bemerkt, man würde nichts mehr aus dem Freundeskreis sehen. Und unisono hieß es auch: Man sei primär nur noch für Konzerte und Veranstaltungen auf Facebook, weil es keine Alternative gäbe, wo Bands Werbung für sich selber machten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nun zeigt sie mir ihren Beitrag und die Kommentare - und ich stehe noch frustrierter daneben. Es gäbe ja vielleicht eine Alternative. Man könnte auf das Fediverse hinweisen. Entweder zur Teilnahme an einer Mastodon, Friendica oder sonstigen Instanz. Oder ein Kommentar meinte gleichsam, dass er wohl schon Ideen zu einem eigenen sozialen Netzwerk hatte - und ich hoffe, er mein damit nur den Betrieb einer FOSS Anwendung und nicht das erstellen from scratch. Natürlich ist das auch eine Möglichkeit, selber aktiv eine Plattform zu betreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber dann fängt es ja auch schon wieder an: Verdrossenheit, dass man nicht was neues versuchen will. Blockadehaltung, weil auf der anderen Plattform sind ja nicht die Bands, die Werbung machen. Oder die Freunde, die sind ja doch bei Facebook. Mangelndes Durchhaltevermögen, weil man vielleicht warten muss, bis alle Freunde und Bekannte eine Alternative zu den großen Social Media verwenden. Angst vor Zersplitterung, dass die einen schlicht zu Bluesky wechseln, die nächsten zu Mastodon, die anderen zu was anderem, vielleicht dem neuen sozialen Netzwerk, das der Bekannte komplett selber geschrieben hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Ende sage ich schlicht gar nichts. Ich bin alt genug, um die besseren Social Media Alternativen gesehen zu haben. Und dabei zu sein, wie diese gegen Facebook, Instagram oder TikTok verloren haben. Oder eine eigene Nische besetzen, die gänzlich neben Meta existiert und scheinbar unbeachtet von der Masse funktioniert. Ich lasse den Leuten ihren Frust, damit ich selber nicht frustrierter werde, dass die Leute sich ihren goldenen Käfig eigentlich selber ausgesucht haben - und im Endeffekt gar nichts wirklich ändern wollen. Jammern und Meckern ist scheinbar einfacher, als selber aktiv zu werden, und auch mal unbequeme Entscheidungen zu treffen.&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Solarpunk mit RCT Power Manager und Home Assistant</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/01/solarpunk-mit-rct-power-manager-und-home-assistant/</link>
      <pubDate>Tue, 13 Jan 2026 18:29:10 &#43;0100</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">https://cgx13.de/posts/2026/01/solarpunk-mit-rct-power-manager-und-home-assistant/</guid>
      <description>Auf dem Weg zum Solarpunk. Die ersten Eindrücke vom RCT Wechselrichter, Power Manager und der Einbindung in Home Assistant</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;Heute wurde unsere PV-Anlage in Betrieb genommen und wir konnten unseren ersten eigenen Strom produzieren und nutzen. Darum ein allererster Eindruck aus unserem Setup.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;die-komponenten&#34;&gt;Die Komponenten&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Für die Technik-Nerds eine Auflistung unserer Bausteine:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;24x &lt;strong&gt;Aiko Neostar 2S+&lt;/strong&gt; Solar Paneele, 11,16kWp&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;RCT Power Storage DC&lt;/strong&gt; Wechselrichter, 10,0kW&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;RCT Power Batterie Block&lt;/strong&gt;, 9,6kwH&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;RCT Power Manager&lt;/strong&gt; als EMS (Energie-Management-System)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h2 id=&#34;überwachung-und-steuerung-mit-apps&#34;&gt;Überwachung und Steuerung mit Apps&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wie heute überall üblich, werden alle modernen Geräte mit Apps für Android oder iOS gesteuert. An dieser Stelle ist RCT ein wenig Altbacken und sperrig. Insgesamt mussten wir drei Apps installieren, und für zwei unterschiedliche Zugänge einrichten. Bei einem Zugang musste unser Elektriker uns und unseren Wechselrichter eintragen und freischalten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Apps:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&#34;https://play.google.com/store/apps/details?id=org.rctpower.heiphossil&amp;amp;hl=de&#34;&gt;RCT Power App&lt;/a&gt;: Die simpelste App zur schnellen Übersicht des Heimnetzes. Ohne Login findet die App direkt den Wechselrichter und zeigt die aktuelle Stromproduktion der Paneele, Ladestand des Batteriespeichers und wie viel Strom aus dem Wechselrichter in den Haushalt oder das Netz eingespeist wird. Auch der Netzbezug wird angezeigt.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&#34;https://play.google.com/store/apps/details?id=com.solarmanager.solarmanagerenduser.rct&amp;amp;hl=de&#34;&gt;RCT Power Manager&lt;/a&gt;: Die App bietet eine erweiterte Übersicht des Heimnetzes. Neben Live-Daten, die bereits die RCT Power App anzeigt, gibt es auch historische Daten und Diagramme, Prognosen zu Kosten und Einsparungen und das wohl wichtigste Feature der App: Man kann den Fluss des generierten Stroms durch Prioritäten steuern. Beispielsweise zuerst die Wärmepumpe bedienen, bevor man den Batteriespeicher läd. Oder das EV bevorzugt laden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&#34;https://play.google.com/store/apps/details?id=com.rctportal.rctpowerportal&amp;amp;hl=de&#34;&gt;RCT Power Portal&lt;/a&gt;: Diese App ist im Endeffekt ein Wrapper um das &lt;a href=&#34;https://web.rct-power-manager.com/&#34;&gt;Web-Dashboard&lt;/a&gt;. Auch hier bekommt man Verbrauchs- und Erzeugungsdaten in Echtzeit und kann Einstellungen von kompatiblen Geräten verwalten.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Um ehrlich zu sein, sehe ich in den Apps ziemlich viele Überlappungen und weiß noch nicht genau, ob auf lange Sicht alle drei Anwendungen für uns nötig sind. Gerade das Power Portal erscheint aktuell ein nettes Gimmick zu sein, auf das wir wohl verzichten können. Der Power Manager wird wohl in Zukunft wichtiger werden, wenn wir die Wärmepumpe in Betrieb nehmen, oder ein EV anschaffen. Doch scheinbar ist der Power Manager wohl an ein Subscription Model gekoppelt, das uns noch nicht ersichtlich ist. Wahrscheinlich, weil wir uns noch in der kostenfreien Phase des Abos befinden. Das ist bisher der größte Negativpunkt an dem System, wenngleich EUR 3 / Monat erstmal nicht die Welt sind. Dennoch würde ich gerne auf diese Ausgabe verzichten.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;integration-in-home-assistant&#34;&gt;Integration in Home Assistant&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Da Home Assistant eh unsere zentrale Steuereinheit für Smart Home Komponenten ist, bietet es sich an, den Wechselrichter und Batteriespeicher auch dort einzubinden. Dazu bietet Home Assistant auch direkt ein Energie-Dashboard, das bisher bei uns ungenutzt war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit die Komponenten in Home Assistant verfügbar sind, musste ich die Erweiterung &lt;a href=&#34;https://github.com/weltenwort/home-assistant-rct-power-integration&#34;&gt;RCT Power&lt;/a&gt; aus &lt;a href=&#34;https://hacs.xyz/&#34;&gt;HACS&lt;/a&gt; installieren. Anschließend konnte ich die Entitäten &lt;code&gt;RCT Power Battery&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;RCT Power Storage&lt;/code&gt; einbinden. Mit insgesamt über 100 Entitäten an beiden Integrationen, war die Einrichtung des Energie Dashboards erstmal etwas verwirrend. Bis ich dann mal in die Dokumentation auf Github geschaut habe. Da steht es eigentlich relativ eindeutig, was man konfigurieren muss:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Netzbezug&lt;/strong&gt; wird mit der Entität &lt;code&gt;Grid Energy Consumption Total&lt;/code&gt; belegt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Netzeinspeisung&lt;/strong&gt; muss mit &lt;code&gt;Grid Energy Production Absolute Total&lt;/code&gt; belegt sein (wichtig, die &lt;em&gt;Absolut&lt;/em&gt; Variante nehmen!)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Für die Solar Paneele habe ich mich für &lt;code&gt;Generator A Energy Production Total&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;Generator B Energy Production Total&lt;/code&gt; entschieden, damit ich die Ost- und Westausrichtung der Paneele vergleichen kann. Alternativ hätte ich auch &lt;code&gt;All Generators Energy Production Total&lt;/code&gt; für die Summe nehmen können. Die errechnet mir Home Assistant im Dashboard aber auch automatisch.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Energieeinspeisung der Batterie&lt;/strong&gt; wird über &lt;code&gt;Battery Stored Energy&lt;/code&gt; bereitgestellt&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Energieverbrauch der Batterie&lt;/strong&gt; wird aus &lt;code&gt;Battery Used Energy&lt;/code&gt; ausgelesen&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Mit diesen Einstellungen zeigt das Dashboard auch sofort Die &lt;strong&gt;Energieverteilung&lt;/strong&gt; an und erstellt stündlich zusammengefasst die Diagramme für &lt;strong&gt;Stromnutzung&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;PV-Erzeugung&lt;/strong&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;der-erste-eindruck&#34;&gt;Der erste Eindruck&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Natürlich kann ich am allerersten Tag nach Inbetriebnahme noch keine verwertbaren Daten erheben. Von 13h bis 17h haben wir erstmal 2,77kWh an Strom über PV erzeugt. Für einen Wintertag finde ich das erstmal ganz nett. Da wir aber auch noch unseren Batteriespeicher erstmal vollladen müssen, und der noch kalibriert wird, haben wir gerade mal 36% Autarkie und beziehen noch Strom vom Versorger.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bis März kann ich mir nun ein grobes Bild unseres Stromverbrauchs im Detail machen - eine grobe Monatsübersicht habe ich mir selber am Zähler abgelesen und per Tabellenkalkulation dargestellt. Dann folgt die Installation der Wärmepumpe, die das Bild abermals verändern wird.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;ausblick&#34;&gt;Ausblick&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bei nächster freien Minute werde ich mal schauen, ob es eine freie EMS Alternative zum RCT Power Manager gibt. Idealerweise auch mit Integration in Home Assistant. Dann kann der App-Berg vielleicht auch wieder vom Smartphone geschmissen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ansonsten werden wir wohl über die nächsten 12 Monate unsere Energieerzeugung und Verbrauch genau beobachten und schauen, wo wir eventuell noch was optimieren können. In der Zeit werden wir sicherlich auch einige Verhaltensweisen anpassen, damit wir möglichst wenig Netzbezug haben werden, also beispielsweise Wäsche waschen auf sonnige Tage verschieben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die aktuelle Dimension unseres Batteriespeichers muss sich erstmal in der Praxis beweisen. Reichen uns die 9,6kWh? Reicht uns das auch später mit der Wärmepumpe? Wie ändert sich dann alles, wenn mal ein EV in unseren Haushalt kommt?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es bleibt spannend und ich freue mich schon auf weitere Erkenntnisse und Entwicklungen.&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Digitale Unabhängigkeit: Passwörter und Mail</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2026/01/digitale-unabh%C3%A4ngigkeit-passw%C3%B6rter-und-mail/</link>
      <pubDate>Sun, 11 Jan 2026 00:00:00 &#43;0000</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">https://cgx13.de/posts/2026/01/digitale-unabh%C3%A4ngigkeit-passw%C3%B6rter-und-mail/</guid>
      <description>Weiter Schritte zur digitalen Unabhängigkeit</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;Digitale Souveränität ist mir schon lange ein wichtiges Anliegen. Ein erster Schritt war da sicherlich mein Heim-Server, auf dem Dienste laufen, die nicht in die Cloud gehören (z.B. Smart Home Steuerung) oder wo ich die Kontrolle über die Daten haben mag (meine Dateien). Die nächsten Schritte sind dann schon etwas unbequemer, aber durchaus sinnvoll. Vielleicht hat mich die Idee des &lt;a href=&#34;https://di.day&#34;&gt;Digital Independence Day&lt;/a&gt; am Ende vollends dazu bewegt; Überlegungen zu den jüngsten Maßnahmen hatte ich jedoch schon länger&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;was-waren-meine-jüngsten-aktionen&#34;&gt;Was waren meine jüngsten Aktionen?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ich habe mir einen eigenen Passwort-Vault und eine Email mit meiner eigenen Domain bei Mailbox.org eingerichtet.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;der-passwort-vault&#34;&gt;Der Passwort-Vault&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bisher habe ich meine Passwörter im Password Manager von Google gespeichert. Es war eine einfache und bequeme Möglichkeit, meine Passwörter über unterschiedliche Geräte hinweg zu synchronisieren und deutlich besser, als einfache Passwörter zu verwenden oder wiederzuverwenden. Generell ist jeder Passwort-Manager besser, als gar kein Passwort-Manager.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber ich habe mich dadurch auch ziemlich von Google abhängig gemacht. Wird mein Google Konto gesperrt, habe ich keinen Zugriff mehr auf meine Passwörter. Außerdem hat Google so Zugriff auf all meine Logins. Ob ich das in der heutigen Zeit noch will?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die wohl beste Alternative - in meiner bescheidenen Meinung - ist wohl &lt;a href=&#34;https://github.com/dani-garcia/vaultwarden&#34;&gt;Vaultwarden&lt;/a&gt;, ein Passwort-Manager mit Bitwarden-kompatibler API. Ich kann also sowohl die Bitwarden-App für mein Smartphone, wie auch die offizielle Browser-Erweiterung einfach nutzen und an meinen Server anklemmen. Passwörter werden in meiner Instanz auf meinem Server gespeichert und von dort aus an jeden Client synchronisiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bitwarden registriert sich auf meinem Telefon als Autofill-Provider, sodass ich weiterhin den gleiche Komfort habe, wie bisher mit dem Google Password Manager. Nur eben mit den Daten unter meiner Hoheit.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;mail-bei-mailboxorg&#34;&gt;Mail bei Mailbox.org&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Bei Email habe ich das gleiche Problem wie mit Passwörtern. Gerade ist alles an ein Google Konto geknüpft. Wird mir mein Google Konto gesperrt, habe ich keinen Zugriff mehr auf meine Emails. Eine Wiederherstellung von anderen Diensten, bei denen ich meine Gmail-Adresse angegeben habe, ist dann auch nicht mehr möglich. Also musste ein neuer Mail-Anbieter her. Und da ich eh eigene Domains habe, wollte ich diese auch für meine Mail-Adresse nutzen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;warum-für-email-bezahlen&#34;&gt;Warum für Email bezahlen?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Auch wenn es Freemail-Anbieter gibt, ist Email niemals kostenlos. Gerade bei Anbietern wie GMX oder Webmail, wird man ja schon damit begrüßt, dass es im kostenlosen Tarif Werbung und Tracking gibt. Und die Werbung wird einem förmlich in die Inbox gedrückt. Außerdem hängt an einer Email-Adresse die gesamte digitale Identität, von Amtsgängen bis Einkäufen, alles läuft immer über die Email-Adresse. Das sollte einem schon ein paar Euro wert sein, zumal die Kosten für ein Standard-Konto bei Mailbox.org einen Bruchteil von den Kosten für einen Streaming-Dienst ausmachen.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;ist-email-heute-überhaupt-noch-relevant&#34;&gt;Ist Email heute überhaupt noch relevant?&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Ich muss ja zugeben: Anfangs war ich sehr euphorisch, dass ich nun eine coole Mail-Adresse auf meiner Domain haben werde. Doch bei genauerem Überlegen wurde ich dann etwas nüchterner. Mail ist nicht das primäre Kommunikationsmittel heute. Mit den meisten Leuten kommuniziere ich über Messenger. Allerdings wäre es ein Trugschluss, Email komplett zum alten Eisen zu legen. Viele Kommunikation mit Versicherungen, Behörden, Ämtern, Handwerkern oder anderen Dienstleistern, erfolgt auch heute noch über Email. Es ist zwar ein sehr alter, aber etablierter und renommierter Kommunikationskanal.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Außerdem ist es - wie bereits zuvor geschrieben - die digitale Identität. Mit meiner Email-Adresse authentifiziere ich mich gegen fast jeden anderen Dienst im Internet.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;mehrwerte-bei-mailboxorg&#34;&gt;Mehrwerte bei Mailbox.org&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Mail-Anbieter gibt es wie Sand am Meer. Auch gibt es viele kommerzielle Anbieter, die mit Datenschutz, Zuverlässigkeit oder anderen Mehrwerten positiv überzeugen können.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Primäre Treiber für mich waren wohl die einfacher Unterstützung für mehrere eigene Domains, inklusive externer Aliase (auf meiner Domain), einer großzügigen Anzahl an internen Aliase (@mailbox.org) und integrierter Wegwerfadressen. Dazu die Möglichkeit, dass man Familien-Accounts einrichten, und ich für meine Frau auch eine eigene Domain konfigurieren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sekundär überzeugt Mailbox.org dann mit weiteren Features, die für mich mehr oder weniger interessant sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Offene Standards wie CalDAV und CardDAV für Synchronisation von Terminen und Kontakten (absoluter Pluspunkt!)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kalender und Adressbuch (sehr nett, muss ich mich in Zukunft mal mit beschäftigen)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Aufgabenverwaltung (für mich irrelevant, ich bin mit TickTick und Obsidian sehr zufrieden)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Cloud-Speicher (für mich irrelevant, ich habe meine Daten auf meinem Heimserver)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Online Office (könnte interessant werden, sofern meine Frau auch zu Mailbox.org wechseln würde)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Video-Konferenzen (für mich irrelevant)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;XMPP-Server (wie geil ist das denn bitte? Nun muss ich nur meinen Bekanntenkreis von XMPP überzeugen.)&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Dazu ist der Speicher für Mail und/oder Cloud jederzeit für relativ kleines Geld erweiterbar. Sehr nett, aber fraglich, ob das für mich irgendwann überhaupt relevant wird.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;mailboxorg-mit-eigener-domain&#34;&gt;Mailbox.org mit eigener Domain&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Einrichtung war denkbar simpel. Die Knowledge Base von Mailbox.org enthält einen ausführlichen &lt;a href=&#34;https://kb.mailbox.org/de/privat/eigene-domain/&#34;&gt;Artikel&lt;/a&gt; zur Einrichtung. Lediglich mit der SPF Einrichtung bei HostEurope, wo ich meine Domains verwalte, hat mich vor ein paar Fragezeichen gestellt. Mit etwas Recherche habe ich aber auch dafür eine &lt;a href=&#34;https://www.hosteurope.de/faq/webhosting/allgemeines3/spf-eintrag-fuer-domain-setzen&#34;&gt;Anleitung&lt;/a&gt; gefunden.&lt;/p&gt;
&lt;h3 id=&#34;umsetzung-mit-mail-aliasen&#34;&gt;Umsetzung mit Mail Aliasen&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Da ich nun meine eigene Domain für Emails nutze, kann ich auch Mail-Aliase für unterschiedliche Einsatzzwecke einrichten. Das hat den Vorteil, dass ich klare Trennungen von Kontexten habe, und nicht jeder meine private Adresse erhalten muss. Das kann beim Filtern und Blockieren zum Vorteil werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe unterschiedliche Aliase eingerichtet für:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Private Kommunikation&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Öffentliche Kommunikation&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Arbeit und berufliche Themen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Finanzielle Themen (Banking, Paypal)&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Shopping&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Accounts bei Online-Plattformen&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Für geteilte Zugänge mit meiner Frau&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Benachrichtigungen von Systemen wie Fritzbox, Server, etc.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h3 id=&#34;mail-extensions-für-bessere-nachvollziehbarkeit-und-filterung&#34;&gt;Mail Extensions für bessere Nachvollziehbarkeit und Filterung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Aliase werde ich um Mail Extensions erweitert nutzen, um meinen Posteingang besser zu filtern, und um eventuelle Datenleaks besser nachzuvollziehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mail Extensions ist ein offizieller Standard, den man im Zusammenhang mit Google Mail sicherlich schon mal irgendwo gesehen hat. Man kann nach dem lokalen Teil (alles vor dem &lt;code&gt;@&lt;/code&gt;-Zeichen) und der Domain (alles nach dem &lt;code&gt;@&lt;/code&gt;-Zeichen) mit vorangestelltem Plus-Zeichen &lt;code&gt;+&lt;/code&gt; noch weitere Informationen in der Adresse kodieren, und dennoch kommt die Mail im Hauptpostfach an. Beispiel: &lt;code&gt;shopping+amazon@example.org&lt;/code&gt;. Das &lt;code&gt;+amazon&lt;/code&gt; ist dann die Mail Extension.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mailbox.org erlaubt sogar automatisches Sortieren von eingehenden Nachrichten in Ordner. Dazu muss allerdings der Ordner vor dem Erhalt der Mail existieren und muss in Kleinbuchstaben der Extension entsprechen. Für das Beispiel muss der Ordner also &lt;code&gt;amazon&lt;/code&gt; heißen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sollte es bei einem Shop dann mal ein Datenleck geben, und ich bekomme Spam an &lt;code&gt;shopping+amazon@example.org&lt;/code&gt;, dann weiß ich auf jeden Fall die Quelle des Datenlecks.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;mail-und-password-vault-sind-nur-der-anfang-eines-sehr-langen-weges&#34;&gt;Mail und Password-Vault sind nur der Anfang eines sehr langen Weges&amp;hellip;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nun habe ich eine neue Email-Adresse und ein neues Password-Vault. Aber damit ist es ja noch nicht erledigt. Die Passwörter könnte ich natürlich einfach aus dem Google Password Manager exportieren und komplett in Vaultwarden importieren. Doch ich will die Gelegenheit gleichzeitig nutzen, um mal digitale Hygiene zu betreiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das bedeutet, dass ich mal die bestehenden Passwörter bei Google durchgehe, nicht mehr genutzte Dienste vielleicht komplett lösche und nur noch die Login-Daten umziehe, die ich wirklich noch brauche.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In dem Zuge werde ich nach und nach die Email-Adressen überall mal aktualisieren. Auch ein Schritt, der sich wohl über längere Zeit ziehen wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber es muss ja nicht immer der dicke Big Bang sein. Jeder Schritt führt einem langsam, aber sicher zum Ziel.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;hybridlösungen-und-reibungspunkte&#34;&gt;Hybridlösungen und Reibungspunkte&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wahrscheinlich werde ich mich nicht ganz von Google und seinen Diensten lösen können. Zum einen benötige ich mein Google Konto weiterhin für mein Mobiltelefon und Dienste, die nur eine Anmeldung über Google erlauben. Mit jedem umgestellten Dienst bekommt Google aber weniger Daten von mir.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch auch im Zusammenleben mit meiner Frau werde ich noch weiterhin Google Drive nutzen. Vielleicht bekomme ich Sie in Zukunft von der Alternative überzeugt. Und wenn nicht, ist das auch nicht schlimm. Es geht hier ja nicht um ideellen Perfektionismus, sondern primär um funktionierende Prozesse und Systeme. Und solange sie mit Google Drive ihre Arbeit erledigt bekommt, warum soll ich sie dann zu etwas zwingen?&lt;/p&gt;

        
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      <title>Ausstellung Sex Now</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2025/12/ausstellung-sex-now/</link>
      <pubDate>Wed, 31 Dec 2025 12:25:29 &#43;0100</pubDate>
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      <description>Ein kleiner Eindruck von der Ausstellung Sex Now im NRW Forum Düsseldorf</description>
      <content:encoded>
        &lt;blockquote&gt;
&lt;p&gt;Ist es Kunst oder nur Sex?&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;
&lt;p&gt;Diese berechtigte Frage steht mit blauem Edding auf die weißen Kacheln über dem Urinal im NRW Forum Düsseldorf. Ob diese Installation nun offizieller Teil der Ausstellung ist, oder lediglich zum Nachdenken anregender Vandalismus, ist bisher ungeklärt&amp;hellip;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir waren auf der &lt;a href=&#34;https://www.nrw-forum.de/ausstellungen/sex-now&#34;&gt;Sex Now&lt;/a&gt;, einer Ausstellung zu künstlerischen Arbeiten mit expliziten sexuellen Inhalten, die noch bis zum 3. Mai 2026 in besagtem Veranstaltungsort stattfindet. Neben dem eigentlichen künstlerischen Teil, wurden auch ein paar soziale und kulturelle Aspekte des Themas &amp;ldquo;Sex&amp;rdquo; betrachtet, mal mit Bildungsauftrag, mal eher informativ und mit einem Bereich zu #MeToo abermals bewusstseinsschaffend. Eigentlich ist es erschreckend und traurig, dass man zwischen Sexspielzeugen und Bildern von Genitalien auch Trillerpfeifen, Pfefferspray und Kubotan zeigen muss, weil sexualisierte Gewalt gegen Frauen immer noch ein eklatantes gesellschaftliches Problem darstellt, auf das man immer noch aufmerksam machen muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und natürlich dürfen auch andere Aspekte von heutigem Sex und dem Umgang mit Sexualität kritisch betrachtet werden. Eine kleine Statistik zum Nutzungsverhalten von AI, eine Collage mit den Hintergründen von Streamerinnen und Camgirls oder - einer meiner Favoriten in der Ausstellung - eine dekonstruierte Sexpuppe. Aber die Trennung von Sex und Zwischenmenschlichkeit war auch nur ein kleiner Teil der Ausstellung. Ein großer Teil beschäftigte sich mit der Akzeptanz und positiven Auseinandersetzung des eigenen Körpers, der eigenen Sexualorgane. Gezeichnete Geschlechtsorgane, Skulpturen von Vulvas aus Glas und Fotos von alltäglichen Menschen waren allgegenwärtig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Männliche Homosexualität fand einen vergleichsweise kleinen Anteil in der Ausstellung. Gerade mit der Nähe zu Köln und dem Christopher Street Day wäre hier mehr möglich gewesen. Gerade Aspekte wie Sportswear-Fetisch oder die Puppy-Bewegung hätten hier Potential gehabt. Immerhin war &amp;ldquo;Tom Of Finnland&amp;rdquo; sehr viel Raum geboten. Weibliche Homosexualität fand gar keine Darstellung. Dass der Anteil von Transsexualität eher beiläufig zwischen den Exponaten verteilt war, kann man hingegen als positiv bewerten; es ist mittlerweile so normal, dass man es nicht mehr in einer gesonderten Abteilung zur Schau stellen muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dass der Bereich von Kink und Fetisch mit einem Andreaskreuz und ein paar Fesseln abgefrühstückt wurde, fand ich relativ dünn. Auch hier hätte man alleine mit einer kleinen Materialkunde durchaus mehr Look-and-Feel transportieren können. Dafür konnte man zwei Anal-Spielzeuge &amp;ldquo;begreifen&amp;rdquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;An anderer Stelle war Interaktivität noch wichtiger Bestandteil der Ausstellung. Angefangen mit einem Nachbau des Vibrationsbetts aus &amp;ldquo;The Sims&amp;rdquo;, auf dem man zum Selfiemachen eingeladen war, hin zu diversen Leseecken mit breiter Auswahl an Literatur. Mit VR-Brille konnte man 3D-Gerenderten Voyeurismus ausleben und der wohl banalste Trick war gleichsam der genialste: Mit Post-Its konnten die Besucher ihre Wünsche, Sehnsüchte oder Geständnisse anonym an eine Wand heften. Quasi eine selbstlaufende Installation, die neugierige Leser anzog. Manch überforderten, meist männlich und älteren Besucher, der mit dem Kunstfaktor nicht ganz warm wurde, wurde auch ein ruhiger Ort zum Verweilen in Form eines kleinen Pornokinos bereitgestellt, das mitunter einen Film der spanischen Erika Lust zeigte. Sicherlich auch künstlerischer, ästhetischer Porno, aber etwas zugänglicher als der Sex mit Farnen, der an anderer Stelle präsentiert wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dafür, dass die Ausstellung offen mit OnlyFans wirbt, gar einen eigenen &lt;a href=&#34;https://onlyfans.com/sexnow_nrwforum&#34;&gt;Account&lt;/a&gt; unterhält, wurde das Thema digitaler Content aber doch relativ wenig direkt dargestellt. Auch im Bildungsauftrag rund um Printmagazine zu dem Thema waren eher die üblichen Verdächtigen um Playboy, Emma und Spiegel präsent; Penthouse, Hustler oder die Happy Weekend suchte man vergebens unter den Exponaten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Auch die Ausstellung von Sex-Spielzeugen war eher der normale Standard, den man heute schon im DM erwerben kann, Amorelie sei dank. Ich hätte mir hier etwas mehr Fokus auf den Womanizer denn auf den klassischen Magic Wand gewünscht. Und mehr auf Botique-Hersteller wie Ivy Toys, Nothosaur oder ähnliches. Gerade die Geschichte von Sex-Toys haben andere Ausstellungen deutlich informativer und besser hinbekommen. Aber ich glaube, das war auch gar nicht der Anspruch von Sex Now, sondern eher ein kleiner Teilaspekt des großen Ganzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Besucher der Ausstellung waren angenehm heterogen. Von Menschen in unserem Alter, mit mal mehr und mal weniger offenkundigem Kulturinteresse hin zu vielen älteren Senioren, die wohl ihren Kulturpass ausgiebig nutzen. Doch gefühlt schien die Ausstellung gerade jüngere Besucher nicht so sehr abzuholen, die Gesichter waren eher gelangweilt und die Räumlichkeiten wurden relativ zügig durchstreift. Über die möglichen Ursachen kann ich nur mutmaßen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir konnten uns auf jeden Fall lange auf der Ausstellung aufhalten und gerade den künstlerischen Aspekt genießen. Kleine Kritikpunkte sind durchaus drin, aber meine Frau bemerkte zu Recht: Sonst ist man ein solch modernes Ausstellungskonzept eher aus dem Ausland gewöhnt.&lt;/p&gt;

        
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      <title>Scolopendra gracillima Verpaarung</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2025/12/scolopendra-gracillima-verpaarung/</link>
      <pubDate>Mon, 15 Dec 2025 08:29:50 &#43;0100</pubDate>
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      <description>Ein Verpaarungsbericht zu Scolopendra gracillima aus Jakarta</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;Scolopendra gracillima ist ein relativ kleiner Hundertfüßer aus dem asiatischen Raum. Der ca. 6-7cm große Skolopender ist in Indonesien, Malaysien und Vietnam verbreitet. Ich habe aktuell vier Tiere aus einer Wildfangnachzucht von Anfang 2024. Da die Tiere mittlerweile ausgewachsen sind, und ich endlich nochmal etwas Zeit hatte, wollte ich mich mal an einer Verpaarung versuchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich gibt es keine Beschreibung eines äußeren Geschlechtsdimorphismus bei der Art. Dennoch steht aktuell die Vermutung im Raum, dass man bei den Tieren, die ursprünglich aus Jakarta, Indonesien, importiert wurden, sichtbare Unterschiede zwischen den Geschlechtern hat: Die Weibchen sind stämmiger, breiter gebaut, derweil die Männchen etwas kleiner und deutlich schlanker sind. Zusätzlich scheinen sich die Weibchen durch rötlichere Beine von den Männchen mit gelblichen Beinen zu unterscheiden. Allerdings ist das gerade alles noch Theorie und Mutmaßung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Basierend auf dieser Annahme, konnte ich in meinem Bestand zwei Paare bilden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://cgx13.de/posts/2025/12/scolopendra-gracillima-verpaarung/scolopendra-gracillima-m.jpg&#34;&gt;&lt;img src=&#34;https://cgx13.de/posts/2025/12/scolopendra-gracillima-verpaarung/scolopendra-gracillima-m.jpg&#34; alt=&#34;Scolopendra gracrillima männlich&#34;&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&#34;https://cgx13.de/posts/2025/12/scolopendra-gracillima-verpaarung/scolopendra-gracillima-w.jpg&#34;&gt;&lt;img src=&#34;https://cgx13.de/posts/2025/12/scolopendra-gracillima-verpaarung/scolopendra-gracillima-w.jpg&#34; alt=&#34;Scolopendra gracrillima weiblich&#34;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Regulär halte ich meine Scolopendra gracillima relativ pragmatisch in 800ml Dosen mit ca. 11cm Durchmesser. Für meinen Verpaarungsversuch wollte ich den Tieren aber auch mehr Ausweichfläche bieten und habe eine 3l Braplast-Dose für diesen Zweck vorbereitet. Als Bodengrund habe ich das übliche Substrat mit 60% Schwarztorf, 30% Lehm und 10% Sand angemischt und in ca. 5cm Höhe in den Dosen leicht angedrückt. Zwei größere Stücke Korkrinde sollen als Versteck und Möglichkeit für ein Spermanetz dienen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&#34;https://cgx13.de/posts/2025/12/scolopendra-gracillima-verpaarung/scolopendra-gracillima-paarungsbox.jpg&#34;&gt;&lt;img src=&#34;https://cgx13.de/posts/2025/12/scolopendra-gracillima-verpaarung/scolopendra-gracillima-paarungsbox.jpg&#34; alt=&#34;Verpaarungsbox&#34;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bevor ich die beiden Paare in jeweils eine Dose zusammengesetzt habe, habe ich jedem Tier nochmal eine tote Shelfordella lateralis (Schokoschabe) zu fressen gegeben, die zumindest von einem Weibchen direkt angenommen wurde. Nach ca. einer Stunde zum Runterkommen, habe ich dann die beiden Paare zusammen gesetzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste Paar hat sich direkt getroffen. Skeptisch, aber ohne Aggression, haben sich beide Tiere erstmal beschnuppert und sind dann jeder seines Weges gegangen. Ca. eine Stunde später konnte ich dann sehen, wie sich das Weibchen unter eine Korkrinde zurückgezogen hat und einen weißen Knubbel an der Geschlechtsöffnung hatte. Auch wenn ich die eigentliche Paarung nicht beobachten konnte, vermute ich, dass eine Übergabe der Spermathek erfolgreich war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beim zweiten Paar konnte ich leider noch nichts erkennen, außer dass beide Tiere gemeinsam unter einer Korkrinde waren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe beide Paare über Nacht zusammen gelassen und ca. 24 Stunden nach dem Zusammensetzen auch wieder getrennt. Nun muss ich abwarten, ob die Verpaarung erfolgreich war, und ob eine Eiablage beim Weibchen passiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich habe mich entschieden, dass ich die Männchen wieder in die kleinen 800ml Dosen setze, die für diese Art vollkommen ausreicht. Die Weibchen lasse ich jedoch in den 3l Dosen, damit ich die Jungtiere später einfacher separieren kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Bei Scolopendra gracillima reicht eine Befruchtung für bis zu drei Würfe aus, die in relativ kurzen Intervallen von ca. 6-9 Monaten hintereinander erfolgen.&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
    <item>
      <title>Aeotec Zi Stick Firmware Upgrade</title>
      <link>https://cgx13.de/posts/2025/12/aeotec-zi-stick-firmware-upgrade/</link>
      <pubDate>Tue, 02 Dec 2025 11:51:23 &#43;0100</pubDate>
      <guid isPermaLink="true">https://cgx13.de/posts/2025/12/aeotec-zi-stick-firmware-upgrade/</guid>
      <description>Wie ich die Firmware meines Zigbee-Sticks aktualisiert habe.</description>
      <content:encoded>
        &lt;p&gt;Ich verwende einen &lt;strong&gt;Aeotec Zi-Stick&lt;/strong&gt; an meinem Heimserver, um meine SmartHome-Geräte lokal zu steuern. Dazu reiche ich den Stick vom Heimserver in einen Docker-Container für &lt;strong&gt;Zigbee2Mqtt&lt;/strong&gt;. Nach einem Update des Container Images und des Betriebssystems auf dem Host, funktionierte der Stick nicht mehr. Die Logs sagten:&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;highlight&#34;&gt;&lt;pre tabindex=&#34;0&#34; style=&#34;color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;&#34;&gt;&lt;code class=&#34;language-plaintext&#34; data-lang=&#34;plaintext&#34;&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;[2025-12-02 08:48:29] warning: zh:ezsp: &amp;#39;ezsp&amp;#39; driver is deprecated and will only remain to provide support for older firmware (pre 7.4.x). Migration to &amp;#39;ember&amp;#39; is recommended. If using Zigbee2MQTT see https://github.com/Koenkk/zigbee2mqtt/discussions/21462
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;[2025-12-02 08:48:39] error: zh:ezsp:uart: --&amp;gt; Error: Error: {&amp;#34;sequence&amp;#34;:-1} after 10000ms
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;[2025-12-02 08:48:39] error: zh:ezsp:ezsp: Connection attempt 1 error: Error: Failure to connect
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Ein einfaches Ändern des Adaptertypens von &lt;code&gt;ezsp&lt;/code&gt; zu &lt;code&gt;ember&lt;/code&gt; brachte erstmal nur eine weitere Fehlermeldung:&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;highlight&#34;&gt;&lt;pre tabindex=&#34;0&#34; style=&#34;color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;&#34;&gt;&lt;code class=&#34;language-plaintext&#34; data-lang=&#34;plaintext&#34;&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;[2025-12-02 08:52:23] error: z2m: Error: Adapter EZSP protocol version (8) is not supported by Host [13-18].
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;Also musste die Firmware für den Stick aktualisiert werden. Das war erstmal gar nicht so einfach, aber am Ende habe ich es wie folgt hinbekommen:&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;schritt-1-die-passende-firmware-finden&#34;&gt;Schritt 1: Die passende Firmware finden.&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die offizielle Seite von &lt;a href=&#34;https://www.zigbee2mqtt.io/guide/adapters/emberznet.html&#34;&gt;Zigbee2Mqtt&lt;/a&gt; verweist auf mehrere Firmware Repositories. Schlussendlich bin ich bei &lt;a href=&#34;https://github.com/Nerivec/silabs-firmware-builder/releases&#34;&gt;@Nerivec&lt;/a&gt; fündig geworden.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;schritt-2-das-richtige-image-wählen&#34;&gt;Schritt 2: Das richtige Image wählen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Für den Aoetec Stick gibt es unterschiedliche Images. Am Ende habe ich mich für Network Co-Processor Image entschieden: &lt;code&gt;aeotec_zga008_zigbee_ncp_8.2.2.0_115200_hw_flow.gbl&lt;/code&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 id=&#34;schritt-3-die-richtige-flashing-software-finden&#34;&gt;Schritt 3: Die richtige Flashing-Software finden&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem ich mit dem offiziellen Simplicity Studio von Silabs gescheitert bin, habe ich den &lt;a href=&#34;https://github.com/NabuCasa/universal-silabs-flasher&#34;&gt;universal-silabs-flasher&lt;/a&gt; von NabuCasa gefunden. Diesen konnte ich lokal temporär einfach mit Python und &lt;code&gt;pip&lt;/code&gt; installieren:&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;highlight&#34;&gt;&lt;pre tabindex=&#34;0&#34; style=&#34;color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;&#34;&gt;&lt;code class=&#34;language-bash&#34; data-lang=&#34;bash&#34;&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;mkdir tmp
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;cd tmp
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;python -m venv venv
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;source ./venv/bin/activate
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;pip install universal-silabs-flasher
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;h2 id=&#34;schritt-4-den-stick-flashen&#34;&gt;Schritt 4: Den Stick flashen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein simpler Befehl reichte:&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;highlight&#34;&gt;&lt;pre tabindex=&#34;0&#34; style=&#34;color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;&#34;&gt;&lt;code class=&#34;language-bash&#34; data-lang=&#34;bash&#34;&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;sudo ./venv/bin/universal-silabs-flasher --device /dev/ttyUSB0 flash --firmware aeotec_zga008_zigbee_ncp_8.2.2.0_115200_hw_flow.gbl
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;h2 id=&#34;schritt-5-ändern-der-konfiguration&#34;&gt;Schritt 5: Ändern der Konfiguration&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nachdem der Stick nun die neueste Firmware hat, konnte ich die Konfiguration von &lt;strong&gt;Zigbee2Mqtt&lt;/strong&gt; auf den &lt;code&gt;ember&lt;/code&gt; Treiber umstellen:&lt;/p&gt;
&lt;div class=&#34;highlight&#34;&gt;&lt;pre tabindex=&#34;0&#34; style=&#34;color:#f8f8f2;background-color:#272822;-moz-tab-size:4;-o-tab-size:4;tab-size:4;-webkit-text-size-adjust:none;&#34;&gt;&lt;code class=&#34;language-yaml&#34; data-lang=&#34;yaml&#34;&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;&lt;span style=&#34;color:#f92672&#34;&gt;serial&lt;/span&gt;:
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;  &lt;span style=&#34;color:#f92672&#34;&gt;port&lt;/span&gt;: &lt;span style=&#34;color:#ae81ff&#34;&gt;/dev/ttyACM0&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;  &lt;span style=&#34;color:#f92672&#34;&gt;adapter&lt;/span&gt;: &lt;span style=&#34;color:#ae81ff&#34;&gt;ember&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;  &lt;span style=&#34;color:#f92672&#34;&gt;baudrate&lt;/span&gt;: &lt;span style=&#34;color:#ae81ff&#34;&gt;115200&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style=&#34;display:flex;&#34;&gt;&lt;span&gt;  &lt;span style=&#34;color:#f92672&#34;&gt;rtscts&lt;/span&gt;: &lt;span style=&#34;color:#66d9ef&#34;&gt;false&lt;/span&gt;
&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;/div&gt;&lt;h2 id=&#34;schritt-6-great-success&#34;&gt;Schritt 6: Great Success&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Neustart des Docker-Containers und schon funktionierte wieder alles im SmartHome.&lt;/p&gt;

        
      </content:encoded>
    </item>
    
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